Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann hat sich sehr zufrieden über die Ergebnisse der drei Stadtratsitzungen innerhalb einer Woche gezeigt. "Alle von uns vorgelegten Vorhaben bzw. wichtige Schritte für Großprojekte von Investoren wurden jeweils mit großen Mehrheiten beschlossen. Der Stadtrat hat damit den Weg für eine Vielzahl von wichtigen Projekten und Maßnahmen frei gemacht, mit denen wir unsere Stadt positiv weiterentwickeln können und die zukunftweisend sein werden." Zuletzt hatte der Stadtrat in seiner gestrigen (am 29.07.2010) Sondersitzung das Bauleitplanverfahren für das "Unteres Tor II" auf den Weg gebracht. Dort plant die Firma Max Bögl eine Bebauung mit Einkaufszentrum, Hotel, Büros und Wohnungen. Für dieses Riesenprojekt hat der Stadtrat den Aufstellungsbeschluss und auch den Änderungsbeschluss für den Flächennutzungsplan im Parallelverfahren gefasst. Damit wurde das Bauleitplanverfahren eingeleitet, um Baurecht für den Investor zu schaffen. Außerdem wurde für das Bauvorhaben ein städtebaulicher Vorvertrag zur Planungsabwicklung zwischen der Stadt und der Firma Bögl vom Stadtrat abgesegnet, der zuvor vom Anwalt der Stadt Dr. Daniel Pflüger vorgestellt worden war. Darin ist unter anderem festgehalten, dass die Firma Bögl einen Großteil der Kosten für die Bauleitplanung übernimmt. Auch die Bearbeitung der Bauleitplanung wurde in der Stadtratssitzung vergeben. Sie ging an das Architekturbüro Albert Speer und Partner in Frankfurt. "Mit diesen Beschlüssen wurden wichtige Schritte dafür getan, dieses Großprojekt des Investors Bögl in Neumarkt voranzutreiben. Und wenn man sich vorstellt, dass hier in einer Größenordnung von sicherlich über 70 Millionen Euro von privater Hand in Neumarkt investiert wird, kann man ermessen, welche weit reichenden Auswirkungen in vielerlei Hinsicht diese Maßnahme beinhaltet, angefangen mit einem enormen Auftragsvolumen für die Bauwirtschaft und mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze."
Eine Woche vorher (am 22.7.2010) hatte der Stadtrat in einer Sondersitzung bereits ein weiteres Großprojekt in Angriff genommen und die Voraussetzungen für das Vorhaben der Stadt geschaffen, ein Biomasseheizkraftwerk mit einer geschätzten Investitionshöhe von über 17 Millionen Euro zu errichten. Auch dies ist für Oberbürgermeister Thumann ein "Projekt, mit dem wir unsere Zukunftsfähigkeit und Zukunftswilligkeit zum Ausdruck bringen, mit dem wir unsere Stadt im Bereich Energieversorgung ein Stück von den großen Konzernen abkoppeln und zugleich in die Verwertung von erneuerbaren Energien einsteigen."
Aber auch andere Maßnahmen haben in den vergangenen acht Tagen erfolgreich den Stadtrat passiert, der so die Voraussetzungen für Millioneninvestitionen geschaffen hat. Unter anderem war in der Sitzung am 27.07.2010 eine Bebauungsplanänderung enthalten, die nunmehr die Basis für die Einrichtung einer Seniorenbetreuungseinrichtung im Bereich Dr.-Schrauth-Straße/Freystädter Straße durch einen privaten Investor herstellt. "Auch hier handelt es sich um eine hohe Investition in einer Größenordnung von rund 12 Millionen Euro durch einen privaten Investor", so Oberbürgermeister Thumann.
Für ihn waren die vergangenen acht Tage daher auch für die Stadt äußerst erfolgreiche Tage. "Denn man muss sich schon mal vor Augen führen, was wir innerhalb einer Woche auf den Weg gebracht haben. Insgesamt ist hier ein Betrag von rund 100 Millionen Euro sicherlich nicht zu hoch gegriffen. Rechnet man alle in diesen drei Stadtratsitzungen sowie in der Bausenatsitzung vom Montag getroffenen Entscheidungen zusammen, so hat der Stadtrat in wenigen Tagen die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass in unserer Stadt massivst investiert werden kann, teils durch die Stadt selber, zu einem großen Teil aber auch durch private Investoren. Welche positiven Auswirkungen davon ausgehen und welche Bedeutung es hat, in einer Zeit, in der viele Kommunen eher in die andere Richtung denken und handeln müssen, darf uns, die wir in der politischen Verantwortung stehen, aber auch alle Bürgerinnen und Bürger durchaus sehr stolz machen. Neumarkt kann sich einmal mehr erheblich nach vorne entwickeln. Es ist für mich daher auch unverkennbar: Wir befinden uns in einer für die Stadt sehr bedeutsamen Phase und ich kann nur hoffen, dass sich alle Beteiligten und Verantwortlichen dieser Situation auch bewusst sind und für das Wohl der Stadt und ihrer Bürger tatkräftig wirken. Ich danke daher den Stadträten, dass sie die drei Stadtratssitzungen innerhalb einer Woche absolviert und für die Stadt gute Entscheidungen getroffen haben. Ich danke aber auch der Stadtverwaltung, die ein immenses Arbeitspensum bewältigt hat, das bestimmt weit über das Normale hinausgeht."
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