
Martin Schrettinger [1772-1851]
Am 17. Juni 1772 wurde Martin Schrettinger in Neumarkt in der Oberpfalz geboren. Zunächst besuchte er den örtlichen Elementarunterricht, ab 1785 das Gymnasium in Burghausen, im Anschluss studierte er Poesie, Rhetorik und Logik in Amberg.
1790 trat er mit dem Klosternamen Willibald in die Benediktiner-Abtei Weißenohe ein, wo er im Jahr 1800 zum Klosterbibliothekar ernannt wurde. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster Weißenohe aufgelöst.
Martin Schrettinger ging nach München und erhielt eine Anstellung an der Königlichen Hofbibliothek. Dort wirkte er bis zu seiner Pensionierung 1844.
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Die Chronik der Stadtbibliothek (pdf-Datei)
Am 12. April 1851 stirbt Martin Schrettinger in München. Martin Schrettinger gehört zu den bedeutendsten Theoretikern der Bibliothekswissenschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Er prägte als erster den Begriff "Bibliothekswissenschaft", doch seine Verdienste um die Bibliothekswissenschaft reichen bei weitem über die bloße Namensprägung hinaus.
Publikationen Schrettingers:
- Versuch eines vollständigen Lehrbuches der Bibliotheks-Wissenschaft (1808-1829)
- Handbuch der Bibliothekswissenschaft (1834)
Im Besitz der Bayerischen Staatsbibliothek München befinden sich:
- Schrettingers Tagebuch über die Jahre 1793-1850 sowie
- eine handschriftliche Autobiographie
Tel.: 0 91 81 / 4 00 03 - 0
Fax.: 0 91 81 / 4 00 03 - 21
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