08.11.2017: Oberbürgermeister Thumann begrüßt neue Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung in Neumarkt
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Oberbürgermeister Thomas Thumann hat die neue Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatregierung MdL Kerstin Schreyer im Rathaus von Neumarkt willkommen geheißen. Er freue sich, dass sie die Nachfolge von Martin Neumeyer angetreten habe, der viele Jahre dieses Amt innehatte. Das Flüchtlingsthema und das Thema Integration seien längst in den Kommunen angekommen und dort auch wichtige Bereiche, in denen verantwortlich gewirkt werden müsse. Er freue sich, dass sich die neue Integrationsbeauftragte vor Ort ein Bild machen will. In Neumarkt selber gebe es ein extrem positives Engagement im Bereich der Integration, wobei er darauf hinwies, dass in der Stadt Menschen mit über einhundert Nationalitäten beheimatet sind. Die Aktionen reichen dabei von kleinen Angeboten wie dem Café der Kulturen im Bürgerhaus bis hin zu dem großartigen Engagement der Flüchtlingshilfe Neumarkt oder dem Wirken der hauptamtlichen Kräfte etwa im Landratsamt und in den Verbänden und Vereinigungen. Aus seiner Sicht könne man konstatieren, dass in Neumarkt Integration groß geschrieben werde. Die Integrationsbeauftragte Schreyer stellte sich anschließend kurz selber vor. Sie sei Sozialpädagogin und habe lange Jahre als Familientherapeutin gearbeitet, unter anderem in der Jugendhilfe und in der Erwachsenenpsychiatrie. Für sie sei es immer die zentrale Frage gewesen, „was braucht der Mensch, der vor mir ist und wie kann ich helfen, dass er gut leben kann“. In diesem Sinn sieht sie auch in den Flüchtlingen, den ausländischen Mitbürgern und den Migranten, Menschen, denen auf spezielle Art geholfen werden soll und muss. Dabei ist auch zu unterscheiden, dass es je nach Geschlecht, Alter oder der Herkunft ganz unterschiedliche Lösungen für die Betroffenen geben kann und muss. Sie selber sieht ihre Position als wichtige Funktion im Bereich der Beratung der Staatsregierung bei diesem Thema. Als besonderes Projekt entstehe gerade ein Angebot für türkische Frauen, die sich im Bereich der Pflege ausbilden lassen können. Außerdem laufen Bestrebungen, für den Hotel- und Gaststättenbereich Nachwuchs zu finden. Deshalb soll ein Flyer in verschiedenen Sprachen auf die dort möglichen Berufe und die Ausbildungen hinweisen. Der Integrationsbeauftragte der Stadt Neumarkt Rainer Hortolani betonte, dass für ihn schon seit über 12 Jahren dieses Thema wichtig sei, als er angefangen habe Integrationskurse durchzuführen. Seit 2008 fungiert er zudem als Beauftragter des Stadtrates für diesen Themenbereich. In Neumarkt gebe es rund 4.000 Mitbürgerinnen und Mitbürger mit ausländischer Herkunft, das seinen rund 10 Prozent der Bevölkerung. Er habe den Neumarkter Weg mit der dezentralen Lösung als gut angesehen und hoffe, dass so manche Unterkunft noch lange Bestand haben wird. Denn anerkannte Flüchtlinge und Asylbewerber haben derzeit kaum Chancen, auf dem normalen Wohnungsmarkt ein Angebot zu finden. Oberbürgermeister Thumann überreichte der neuen Integrationsbeauftragten zum Abschied ein Seidentuch mit Neumarkt-Motiven und wünschte ihr für ihre Arbeit alles Gute.


 
 
 
 
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