13.12.2017: Gänsehaut und Gospel Feeling in der Klosterkirche St. Josef
vergrößern

Wieder einmal konnte der Gospelchor "Gospel Feeling" aus dem G6 des Jugendbüros der Stadt Neumarkt unter der Leitung von Gabriele Müller die zahlreichen Zuhörer bei seinem Weihnachtskonzert in der Klosterkirche St. Josef begeistern und mitreißen. Stimmgewaltig und mit Gänsehautfeeling präsentierte sich das 60-köpfige Ensemble in Bestform und brachte diesmal neben dem gewohnt professionell auftretenden Jazztrio "The Walking Stick" auch eine erfrischend fröhlich singende Kinderschar aus der Grundschule Bräugasse mit, die Lieder wie "Kling Glöckchen klingelingeling" oder "Jingle Bells" in ein völlig anderes Licht rückte. Diese lebendige Freude und natürliche Fröhlichkeit der Kinder gab dem besinnlich fröhlichen Weihnachtskonzert eine ganz besondere Note, die mit einem reinen Erwachsenenchor gar nicht zu erreichen wäre. Schon die Eröffnung des Konzertes begann mit einer Besonderheit. "Jumbo, Jumbo, Jumbo ollolo" erklang es abwechselnd einmal von der rechten Seite und einmal von der linken Seite des Kirchenschiffes um sich dann nach dem Einzug der roten Roben in der Mitte vor dem Altar zu vereinen. Und da zeigte sich sogleich die enorme Stimmgewalt, mit dem der große Chor aus dem G6 in der Lage ist, den Raum zu füllen. Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt, dass dazu auch mit Sebastian Hienke ein erstklassiger Techniker zur Verfügung stand, der es perfekt verstand, alle Akteure sowohl akustisch als auch optisch mit entsprechender Lichttechnik in Szene zu setzen. Die Sopranistin Maria Frank meisterte ihr Debut in gleicherweise gekonnt bravourös wie die altbekannten Solisten des Gospelchors Pete Stanley und Thomas Großhauser. Ein weiterer Höhepunkt mit bleibendem Erinnerungswert gelang wiederum dem Velburger Organisten Martin Sturm, der eindrucksvoll zeigte, dass er zweifellos zur Weltspitze der Orgel-Improvisateure gehört und den Zuhörern ein Konzerterlebnis der Meisterklasse verschaffte. Da konnte sich auch Schwester Oberin Sieglinde, die selbst Orgelspielerin ist, vor Begeisterung nicht mehr zurückhalten und überhäufte den jungen Musiker mit überschwänglichen Komplimenten, weil sie gar nicht glauben konnte, was der da musikalisch gezaubert hatte. Doch das große Geheimnis dieses überaus gelungenen Weihnachtskonzertes, so die Oberin, war das unsichtbare Band der Harmonie, das den Chor, die Musiker und den Kinderchor harmonisch zusammen hielt und eine tiefe Verbindung zwischen den Akteuren erkennen ließ.


 
 
neumarkt.de