24.05.2016: Erster Klimakochkurs im Bürgerhaus war ein voller Erfolg!
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Am Donnerstag, den 19. Mai fand von 18:00 bis 21:00 Uhr die Aktion "Klimakochen" im Bürgerhaus statt. Die 15 Teilnehmerinnen informierten sich dabei z.B. darüber, welche Möglichkeiten es gibt, um beim Einkaufen und Kochen auf Klimaaspekte zu achten. Das Ziel war es, bei den Teilnehmern ein Bewusstsein für umweltfreundliche Ernährung zu fördern. Ralf Mützel, Amtsleiter vom Amt für Nachhaltigkeitsförderung, gab zunächst allgemeine Informationen zum Klimaschutz in Neumarkt und stellte den Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimaschutz dar. Der Kochkurs wurde von Silvia Lupinacci von der Leichtsinnsküche durchgeführt. Sie machte deutlich, dass klimagerechtes Kochen bereits vor dem Einkaufen beginnt, indem man eine Stofftasche oder einen Korb von Zuhause mitnimmt und dafür auf Plastiktüten vom Supermarkt verzichtet. Ebenso könne man den Weg umweltfreundlich zu Fuß, mit den Rad oder Bus zurücklegen und sich somit die Parkplatzsuche und manchmal auch den Stress dabei ersparen. Einen sehr wichtigen Aspekt beim Klimakochen stellen die Lebensmittel dar, die eingekauft werden. Dabei sollte man besonders auf saisonale, regionale und biologische Produkte zurückgreifen. Saisonale Lebensmittel werden bei vollständiger Reife geerntet, was dafür sorgt, dass alle wertvollen Inhaltsstoffe enthalten bleiben. Dies garantiere einen besseren Geschmack - bei geringerem Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. Ebenso werde die Umwelt weit weniger belastet, da keine Gewächshäuser beheizt werden müssen. Die Regionalität der Produkte sorgt darüber hinaus für kurze Wege vom Erzeuger zum Verbraucher und damit für einen geringeren Ausstoß von Treibhausgasen. Ganz nebenbei unterstütze man auf diese Weise die heimische Wirtschaft und es werden Arbeitsplätze in der Region gesichert. Bio-Produkte sind in dieser Hinsicht auch frei von künstlichen und schädlichen Stoffen, wie z.B. chemische Pflanzenschutz- und Düngemitteln oder Gentechnik. Somit wirkt sich der ökologische Landbau positiv auf Boden, Wasser und Klima aus. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Fleischkonsum, der in den letzten Jahren in Deutschland deutlich angestiegen ist. Vor allem durch die Massentierhaltung enstehe sehr viel Methangas, das 25-mal schädlicher für die Umwelt sei als CO2. Nach der kurzen theoretischen Einführung ging es dann an die Praxis und es wurde gezeigt, dass klimabewusstes Kochen abwechslungsreich ist und sehr gut schmeckt. Unter der Leitung von Silvia Lupinacci bereiteten die Teilnehmerinnen einen Rohkostsalat vor und kochten ein "Dinkelrisotto mit grünem Gemüse". Dazu gab es Wildkräuterpesto und Quark-Trifle als Nachspeise. Zum Abschluss wurden die "Klimagerichte" in gemütlicher Runde gemeinsam verspeist.

 
 
 
 
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