Die inszenierte Ausstellung: Möglichkeiten zeitgenössischer Szenografie

Mitteilung vom 11.11.2021

Kunsthistorikerin Juliette Israël, Foto Sonja Herpich.
Blick in die Ausstellung „Gruppe RADAMA“, Foto Marcus Rebmann.

Vortrag von Juliette Israël im Museum Lothar Fischer am Do 18. November um 19 Uhr

 

Szenografie, also das Entwerfen räumlicher Situationen, in denen sich Werke und Menschen begegnen, gab es immer schon, selbst zu Zeiten der höfischen Kunst- und Wunderkammern als »Keimzellen« heutiger Museen. Auch der sogenannte »White Cube«, der mit der Moderne in den 1920er Jahren entstand, ist ein Ergebnis eines bis heute erfolgreichen Konzepts der Szenografie, dem immer noch viele Präsentationen folgen.

Das wirft Fragen auf: Warum gilt es bis heute als idealisierter Standard, dass weiße Wände als Kontext für die Kunst einen geradezu sakralen, neutralen Raum bilden sollen? Gibt es diesen neutralen Raum überhaupt, in dem Kunstwerke angemessen wahrgenommen werden können und gibt es nur eine adäquate Wahrnehmung von Kunst? Welche anderen Wege bieten sich, die von den AusstellungskuratorInnen ausgewählten Objekte angemessen in den Mittelpunkt zu rücken und das Netzwerk der Verbindungen zwischen den Werken und dem Publikum zu knüpfen und neue Perspektiven zu öffnen? Themen, die die Kunsthistorikerin Juliette Israël mit ihren Erfahrungen als Szenografin wichtiger Ausstellungen an Museen begleiten und die sie in ihrem Vortrag im Museum Lothar Fischer in Neumarkt am Donnerstag, dem 18. November 2021 um 19 Uhr diskutieren wird.

Juliette Israël hat an der Sorbonne Paris Nord, der Universität Heidelberg sowie der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe Literaturwissenschaften, Kunstgeschichte und Szenografie studiert. Sie hat an zahlreichen Museen und Galerien als Kuratorin und Szenografin gearbeitet und hat die gestalterische Konzeption der Paul-Klee-Ausstellung in der Pinakothek der Moderne (2018), der Jawlensky/Werefkin-Ausstellung im Kunstbau des Lenbachhauses (2019), der Sophie Taeuber-Arp-Retrospektive im Kunstmuseum Basel (2021) und der neuen Sammlungspräsentation des Blauen Reiter im Lenbachhaus (seit März zu sehen) entwickelt. Die Neumarkter Museumsleiterin, Pia Dornacher, hat die heute in München lebende Szenografin anlässlich der Ausstellung „Gruppe RADAMA 1959-1962 Erwin Eisch, Gretel Stadler, Max Strack“ eingeladen, denn auch in dieser Werkschau wurden vergessene Ausstellungssituationen von 1961 mit Möbeln und Gebrauchsgegenständen teils räumlich höchst lebendig nachempfunden.

 

Eintritt 6 €, Anmeldung tel. unter 09181/510348. Im Museum gelten die 2G-Regeln und FFP2-Maskenpflicht.

 

 

Kategorien: Neumarkt, Kultur, Veranstaltungen

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