Die Jugendpflege der Stadt Neumarkt wird 25 Jahre alt -Gefeiert wird mit der Band "Klostergold"

03.07.2019 Im Oktober 2019 gibt es die Jugendpflege der Stadt Neumarkt seit 25 Jahren. Dieses Jubiläum soll mit der Jugend gefeiert werden, die am Samstag, den 19. Oktober 2019 in die kleine Jurahalle eingeladen ist.

Im Oktober 2019 gibt es die Jugendpflege der Stadt Neumarkt seit 25 Jahren. Dieses Jubiläum soll mit der Jugend gefeiert werden, die am Samstag, den 19. Oktober 2019 in die kleine Jurahalle eingeladen ist. Das Mindestalter für die Besucher ist 16 Jahre. Gemeinsam mit der Party-Band Klostergold wird dann der Geburtstag der Jugendarbeit in Neumarkt ab 20:00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr) gebührend gefeiert. Klostergold verspricht Partypower, denn das Spektrum ihres Repertoires sprengt alle Grenzen. Von volkstümlicher Musik über Schlager bis hin zur Rock- und Popmusik ist alles dabei, was einen Saal in Stimmung bringt. Die sympathischen Musiker aus dem Landkreis sind weit über die Region hinaus bekannt und erfolgreich in ganz Deutschland sowie auch von Holland bis Italien unterwegs. Als besonderes Geburtstagsgeschenk gibt es die Karten im Vorverkauf zum Jubiläumspreis von nur 5,- € (zzgl. VVG) unter www.neumarkt-ticket.de oder bei der Tourist-Info im Rathaus Neumarkt. Weitere Infos unter www.jugendbuero.neumarkt.de .

Die Jugendpflege der Stadt Neumarkt ist seit 25 Jahren für junge Leute da. Die Basis bildet das 8. Sozialgesetzbuch (SGB VIII), das auch Kinder- und Jugendhilfegesetz genannt wird. Mit diesem Auftrag soll die Jugendpflege der Stadt Neumarkt zur Schaffung und Veränderung von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beitragen, um dadurch Jugendliche bei deren Entwicklung zu einer eigenständigen Persönlichkeit zu unterstützen. Dabei werden die Bedürfnisse junger Menschen ermittelt, deren Engagement und Eigeninitiativen gefördert und Möglichkeiten zum Einüben demokratischer Verhaltensweisen geschaffen. So entstehen in Abstimmung mit den Jugendlichen "Frei"-Räume, in denen persönliche Stärken und Neigungen erkannt und im Kontext eines sozialen Miteinanders weiterentwickelt werden können. Jugendliche sollen sich als wertvoller und wertgeschätzter Teil unseres Gemeinwesens fühlen können und gehören deshalb in die Mitte unserer Gesellschaft - nicht an den Rand. Das begründet auch den generationsübergreifenden Ansatz, wie er im G6 - Haus für Jugend, Bildung und Kultur gelebt wird. Die Jugendarbeit der Stadt sieht sich daher als eine sozialpädagogische Fachstelle und versteht sich als Anwalt der Jugend.

Die Geschichte der Jugendpflege in Neumarkt begann im Oktober 1994. Da wurde mit Richard Theil der erste Jugendpfleger der Stadt Neumarkt eingestellt. Bereits im darauffolgenden Jahr gab es das erste Sommerferienprogramm der Jugendpflege, das in Kooperation mit den Neumarkter Vereinen künftig jährlich durchgeführt werden konnte. Erste Jugendräume entstanden 1996 im Gesindehaus in Woffenbach. Von der Rathauspassage siedelte das Jugendbüro im November 1997 in die Grünbaumwirtsgasse, wo es bis 2013 bleiben sollte.

Seit Juni 2000 ist Siegfried Müller der Jugendpfleger und Leiter des Jugendbüros der Stadt Neumarkt. 2001 entstand neben dem Jugendbüro in der Grünbaumwirtsgasse das Internetcafé G6. Hier wurde erstmals das Konzept der Verbindung von Bildung, Freizeit und Kultur mit einem generationsübergreifenden Ansatz erfolgreich umgesetzt. Mit den Zirkus-Ferienspielen, die von Karl Nidermayer und seinem Zirkus Sambesi unterstützt wurden, konnte 2001 erstmals gezeigt werden, wie sich die Jugendpflege kulturpädagogische Ferienspiele vorstellt. Sogar der weltberühmte Clown Oleg Popov war gekommen. Ob Indianer, Afrika oder Kelten, die folgenden Jahre stellten stets ein Thema in den Mittelpunkt der Ferienspiele und suchten die Verknüpfung von Bildung, Freizeit und Kultur.

Die Förderung der besonderen Fähigkeiten der Kinder - und zuvor der Betreuer - wurde verstärkt zur Aufgabe der Jugendpflege. Dabei war und ist das psychosoziale Lernen in der Gruppe stets ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialpädagogischen Maßnahmen und Einrichtungen der Jugendpflege unserer Stadt. Projekte wie die schulübergreifenden Theatertage oder auch der Rockgottesdienst setzten diese Linie konsequent fort. Stets sind die Projekte der Jugendpflege in enger Kooperation mit Schulen, sozialen Einrichtungen und Vereinen und Verbänden angelegt.

Heute ist das Jugendbüro in der Türmergasse 11 anzutreffen. Neben den erfolgreichen ganztägigen pädagogisch betreuten Ferienmaßnahmen, die zur Unterstützung berufstätiger und alleinerziehender Eltern angeboten werden und mittlerweile elf Wochen im Jahr abdecken, bereichert das am Volksfestplatz errichtete G6, das Haus für Jugend, Bildung und Kultur die Stadt und ihre Jugendarbeit. Das multifunktionale Gebäude mit großem Veranstaltungsraum, Werkstatt, Multimediaraum, Bewegungs- und Fitnessraum, Küche und weiteren Gruppenräumen bietet ideale Voraussetzungen, um Jugendliche mit einer Vielfalt von Angeboten, wie der Offenen Bühne, dem Poetry Slam, den Mädchengruppen, den G6-Partys, Konzerten und anderen Veranstaltungen anzusprechen. Zurzeit sind dort 55 Gruppen in jedem Alter aktiv und im zurückliegenden Jahr konnten 48.000 Besucher gezählt werden. Dank Unterstützung des Fördervereins und vieler Partner aus der Wirtschaft verfügt das G6 auch über einen Tonbrennofen, einen Kletterturm und einen Fitnessraum. So kann gemeinsam mit den jungen Menschen ein breit gefächertes Angebot kreativer und sportlicher Aktivitäten entwickelt werden. Auch zahlreiche Kooperationsprojekte mit Schulen und anderen Institutionen ermöglichen Projekte wie "G6-TV, Jugend macht Fernsehen, Schulungen zu "Licht- und Tontechnik" oder diverse Kunstprojekte wie die "Freilichtgalerie" am 2. Bauabschnitt. Daneben nutzen Bands, Tanz- oder Kochgruppen regelmäßig das G6 zur Gestaltung ihrer Freizeit oder auch bewusst als Stätte außerschulischer Bildung.

Noch immer gibt es Besucher, die überrascht sind, wenn sie im G6 auf "ältere Semester" oder auf Mütter mit Kleinkindern treffen. Aber genau das - nämlich alle Generationen miteinander in Dialog bringen - ist die Intention der Stadt mit ihrer generationenübergreifenden Arbeit. Den Dialog suchen und nicht die Abgrenzung, gemeinsam Stärken entdecken und nicht isolieren, das ist das Ziel. Im G6 treffen sich regelmäßig die verschiedensten Sing-, Tanz-, Sport- und Musikgruppen, um zunächst für sich zu proben, aber dann auch wieder gemeinsam zu singen, zu tanzen, Theater zu spielen oder sportlich aktiv zu sein.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der städtischen Jugendarbeit ist es, Jugendliche auch außerhalb der sozialen Einrichtungen anzusprechen. Die mobilen Mitarbeiter/innen des Jugendbüros gehen nach "draußen" und haben dort ein offenes Ohr für die verschiedenen Anliegen Heranwachsender. So können junge Menschen bei der Realisierung und Bewältigung von individuellen Herausforderungen in ihrem Alltag unterstützt werden. Es wird aber auch geholfen, Ideen zu konkretisieren und die Jugendlichen bei deren Umsetzung zu begleiten, wie das beispielsweise bei der (Neu-)Gestaltung des Dirtparks im Stadtteil Hasenheide geschehen ist. Auch das Spielmobil ist Teil der Mobilen Jugendarbeit der Jugendpflege der Stadt und für Kinder stets ein positives Event-Erlebnis mit bleibendem Erinnerungswert.


Neben den zahlreichen Jugendlichen, die sich bei den alljährlichen Ferienmaßnahmen für Schulkinder oder im Rahmen von Veranstaltungen, wie Konzerten, G6-Partys, der Offenen Bühne oder den Poetry Slams einbringen, engagieren sich auch eine Vielzahl von Erwachsene ehrenamtlich in der Jugendpflege und im G6. Die Gruppe Frequenz³, eine Abteilung in unserem Förderverein, realisiert ganz eigenständig ihre Veranstaltungen. Die Möglichkeiten für ein bürgerschaftliches Engagement und der generationenübergreifende Weg haben das Ziel, das Gemeinschaftsgefühl in der Stadt zu stärken. Dieses positive Miteinander ist im alljährlichen Hoffest im G6 deutlich zu erleben und macht Mut und ist Ansporn für die Jugendpflege der Stadt Neumarkt, mit ihren Einrichtungen und Projekten alles dafür zu tun, dass wir auch in Zukunft in einer offen, toleranten, friedvollen, ökologisch achtsamen und demokratischen Gesellschaft leben.


KONTAKT
Jugendbüro der Stadt Neumarkt
Türmergasse 11
92318 Neumarkt i.d.OPf.
Tel.: 09181 255 26 81
jugendbuero@neumarkt.de
www.jugendbuero.neumarkt.de

G6 - Haus für Jugend, Bildung und Kultur
Am Festplatz 3
92318 Neumarkt i.d.OPf.
Tel.: 09181 50 93 69 0
g6@neumarkt.de
www.g6.neumarkt.de

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