Interimslösung für den Betrieb des Kindergartens St. Johannes

Mitteilung vom 18.02.2019

Oberbürgermeister Thomas Thumann hat zusammen mit Vertretern der Diözese Eichstätt und der KlinikKinder gGmbH Details zu der vorrübergehenden Änderung bei der Zuständigkeit für den Betrieb des Kindergartens St. Johannes vorgestellt. Er wies darauf hin, dass die Stadt in den letzten Jahren zahlreiche neue Betreuungsplätze ausgewiesen habe. Alleine in den letzten sechs Jahren sind über 300 neue Plätze in Kinderbetreuungseinrichtungen hinzugekommen.

Darunter sind auch im Sinne einer Übergangslösung 65 Plätze im Johanneszentrum bewilligt worden, wo der Kindergarten St. Johannes sich bereiterklärt hat, für die Stadt eine Interimslösung bereitzustellen. Die Stadt habe dafür die Kosten des Umbaus getragen. Oberbürgermeister Thumann betonte, dass es deswegen eine Interimslösung sei, weil die Stadt neben dem bestehenden „Kinderhaus Sonnenschein“ in der Dr.-Kurz-Straße derzeit dabei sei, eine neue Einrichtung bestehend aus drei Kleinkindergruppen mit 36 Plätzen und drei Kindergartengruppen mit 75 Plätzen zu errichten.

Im nächsten Jahr soll diese fertig sein. Bis dahin hat die Stadt mit dem Kindergarten St. Johannes die Interimslösung eingerichtet. Von den 75 genehmigten Plätzen konnten allerdings bisher zahlreiche Plätze organisationsbedingt nicht belegt werden. Dies lag vor allem an der Personalsituation, wofür nun eine Lösung gefunden wurde. Sowohl Oberbürgermeister Thumann als auch der Ordinariatsrat der Diözese Eichstätt Rainer Kastl sowie Stadträtin Lissy Walter und Susanne John, die Geschäftsführerin der KlinikKinder gGmbH und Leiterin des „Kinderhauses Sonnenschein“ bestätigten die konstruktiven und sehr offenen Gespräche dazu.

Ergebnis ist, dass die KlinikKinder gGmbH den Betrieb des gesamten Kindergartens St. Johannes mit einem Geschäftsbesorgungsvertrag ab dem 01.03.2019 übernimmt. Damit kann sofort ein weiterer Platzbedarf für rund 25 Kinder in der Interimslösung abgedeckt werden. Wie Susanne John in ihrer Funktion als Geschäftsführerin der KlinikKinder gGmbH betonte, werde der Kindergarten mit den beiden Dependancen am Rainbügl und im Johanneszentrum im Sinne der Kirche und entsprechend deren Vorgaben weiter geführt.

Wenn die Interimslösung im Johanneszentrum nicht mehr benötigt wird, endet auch der Vertrag zwischen der Kirchenstiftung St. Johannes und der KlinikKinder gGmbH zur Besorgung der Geschäfte. Darauf hat der Notariatsrat Kastl noch einmal hingewiesen. Er sprach wie alle anderen Teilnehmer davon, dass es eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten sei. Für die Eltern und damit auch für die Stadt bedeutet es, dass nunmehr die Kinder von der Warteliste ab 1. März einen Betreuungsplatz bekommen und diese dann automatisch ins neue „Kinderhaus Regenbogen“ wechseln können.

In personeller Hinsicht sei dies ebenfalls eine optimale Lösung, weil das Personal, das dann im „Kinderhaus Regenbogen“ für die Kinder zuständig ist, jetzt schon für diese da ist. Für die Kirchenstiftung selber ist die vertragliche Regelung ebenfalls ein Vorteil dahingehend, dass die Trägerschaft nicht abgegeben wird, sondern man sich für den Zeitraum der Interimslösung Hilfe dazu holt. Darüber hinaus werden keine betriebsbedingten Kündigungen fällig, wenn das Personal für die Interimslösung nicht mehr von der Kirche gebraucht werde und diese endet.

Auch die KlinikKinder gGmbH hat Vorteile von dieser Regelung, weil das vorhandene, befristete Personal dann weiter beschäftigt werden kann und wenn neues Personal nötig werden würde, dies gleich von der gGmbH eingestellt werden kann. Nicht zuletzt laufen auch die Neuanmeldungen für das nächste Kindergartenjahr bereits bei der gGmbH und so kann sich diese personell von vorne herein richtig aufstellen.

Bild: Leitender Verwaltungsdirektor Josef Graf, Stadträtin Lissy Walter, Oberbürgermeister Thomas Thumann, Susanne John, Ordinariatsrat Rainer Kastl, Danuta Waldau und Verwaltungsrat Raimund Tischner (von links),Foto: Franz Janka

Kategorien: Rathaus, Neumarkt