Nachhaltige Gebäude und Grün gegen den Hitzestau in der Stadt

05.07.2019 Für dieses Jahr können sich Interessierte noch bis 31. Juli 2019 bewerben. Die neu erstellten oder sanierten Gebäude müssen für eine Auszeichnung mindestens 100 der möglichen Punkte aus der Bewerbungsliste für die "Grüne Hausnummer" einhalten.

Seit 2011 verleiht die Stadt Neumarkt das Gütesiegel "Grüne Hausnummer" für Gebäude im Stadtgebiet. Die Eigentümer der jeweiligen Gebäude müssen dafür nachweisen, dass sie die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bei der Sanierung oder dem Neubau beachtet und bestimmte Maßnahmen ergriffen haben. Für dieses Jahr können sich Interessierte noch bis 31. Juli 2019 bewerben. Die neu erstellten oder sanierten Gebäude müssen für eine Auszeichnung mindestens 100 der möglichen Punkte aus der Bewerbungsliste für die "Grüne Hausnummer" einhalten. Diese Liste und alle Infos finden sich in einer Broschüre, die im Bürgerhaus erhältlich ist und auch auf der Internetseite der Stadt unter www.neumarkt.de heruntergeladen werden kann. Die ausgefüllte Bewerbungsliste kann im Bürgerhaus und bei der Stadt Neumarkt i.d.OPf. eingereicht werden.

Punkten kann man dabei auch durch den Erhalt und die Anpflanzung von Bäumen und die Verwendung von viel Grün. Denn das Gütesiegel "Grüne Hausnummer" spricht sich unter anderem für Fassaden- und Dachbegrünungen und den Erhalt von vorhandenen Gehölzen aus, mit einem Aufwertungsfaktor für Bäume die älter als 30 Jahre bzw. älter als 70 Jahre sind. Das bayerische Umweltministerium geht von einer Temperaturerhöhung in Bayern um 2 bis 4°C bis zum Jahr 2050 aus. Dies führt zu 30 Tagen mit Temperaturen von über 30° C in den Sommermonaten. Bilden Gärten eine zusammenhängende Grünfläche mit ausgereiften Gehölzen, kann dies die Temperatur um bis zum 5° C senken. Bäume sind außerdem gut für das Klima, weil sie CO2 umwandeln und bei Hitze die Umgebung kühlen. Ein Aufsatz in der Global Environmental Change aus dem Jahr 2017 beziffert die Kühlleistung auf 70 Kilowattstunden pro 100 Liter Wasser. Anders gesagt: Ein einziger Baum kann so viel kühlen wie zehn Haushalts-Klimaanlagen. Um sich gegen die Hitze zu wehren, transportiert der Baum Wasser zu den Blättern. Dort verdunstet dieses und kühlt nicht nur den Baum, sondern auch die Umgebung. Mehrere hundert Liter Wasser werden so in Form von Wasserdampf an die Umwelt abgegeben. Besitzer sollten sich bei Neubau und Sanierung diese Erkenntnisse vor Augen führen. Ein Baum benötigt 40 Jahre bis er eine Größe erreicht, die klimatisch wirksam ist und auch Schatten spendet. Dieser Schatten wirkt wie eine zweite Hülle, die unsere Gebäude umgibt und mit dem Sonnenlicht Lebendigkeit ins Haus und in die Freiflächen bringt.

Kategorien: Neumarkt, Rathaus, Nachhaltigkeit / Natur