„Neumarkt: Stadt für alle – Interkultureller Tag“ am 26. Mai

20.05.2019 Der letzte Mai-Sonntag bei „Sommer im Park“ steht unter dem Motto: „Neumarkt: Stadt für alle – Interkultureller Tag“. Am26.05.2019 von 10.30 bis 17.00 Uhr wird es ein vielfältiges Programm auf der Arenabühne im LGS-Park geben.

Der letzte Mai-Sonntag bei „Sommer im Park“ steht unter dem Motto: „Neumarkt: Stadt für alle – Interkultureller Tag“. Am26.05.2019 von 10.30 bis 17.00 Uhr wird es ein vielfältiges Programm auf der Arenabühne im LGS-Park geben. Das Programm und viele Infos wurden von der Zweiten Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger, dem Integrationsbeauftragten der Stadt Neumarkt Rainer Hortolani, der Leiterin des Amtes für Kultur Barbara Leicht und Anna Lehrer vom Bürgerhaus bei einem Pressetermin der Öffentlichkeit vorgestellt. „Europa ist das größte Friedensprojekt in der Geschichte, was passt da besser zu dieser Tatsache, als dass genau am Tag der Europawahl der interkulturelle Tag in Neumarkt stattfindet“, sagte Bürgermeisterin Heßlinger, die in Vertretung von Oberbürgermeister Thomas Thumann den Pressetermin wahrgenommen hat. „Das friedliche Zusammenleben aller Nationen in unserer Stadt wird damit am 26. Mai ganz bewusst gelebt und gefeiert.“ Zusammen mit den Organisatoren hofft sie auf viele Besucher und gutes Wetter. Der Tag sei auch ein Zeichen für das viele Positive, das von den Bürgern in Neumarkt ehrenamtlich geleistet werde, findet der Integrationsbeauftragte der Stadt Neumarkt Rainer Hortolani. „Vieles wird schon im Bereich der Integration in Neumarkt geleistet. Zahlreiche Ehrenamtliche bringen sich ein, die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern funktioniert sehr gut, es gibt eine rege gegenseitige Unterstützung und seit November verstärkt auch von politischer Seite durch die Verabschiedung der Nachhaltigkeitsstrategie, in der die Integration als eines der wichtigsten Themen der Gegenwart und Zukunft erscheint.“

Laut Kulturamtsleiterin Leicht hat sich seit dem Zuzug der Gastarbeiter in den 1950er Jahren die Stadtgesellschaft verändert. „Sie ist multikultureller geworden, letztlich auch durch die Migration seit 2015. Menschen aus rund 80 Nationen mit vielen Sprachen und Religionen leben friedlich im Stadtgebiet zusammen. Dies soll mit dem Interkulturellen Tag ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gehoben werden.“

Das bunte Programm sei letztlich ein Spiegelbild dieser bunten Gesellschaft, findet Anna Lehrer, zuständig für Projektorganisation und Integration beim Amt für Nachhaltigkeitsförderung. „Die Veranstaltung im LGS-Park bietet einen offenen Rahmen für Begegnung und Austausch.“ Jeder könne sich angesprochen fühlen, sei es durch Musik, Theater, bei der Diskussion oder durch internationale Speisen.

 

Der Tag startet um 10.30 Uhr mit der Band “Radio Europa“ - „Together in Music“. Bei ihrem großen Fest europäischer Musik lässt die Band Radio Europa ihr Publikum feiern, tanzen, staunen und mit Begeisterung zuhören. Ab dem ersten Takt beginnt der musikalische Höhenflug über ganz Europa. Dann kann man es spüren – dieses ergreifende Gefühl von Freiheit, Abenteuer, Leidenschaft und Neugierde auf Unbekanntes. Unzählige Reisen und Begegnungen, hunderte Improvisationen und Sessions stehen hinter den Melodien, die Radio Europa in allen Ecken unseres Kontinents gesammelt hat. Manche tragen die Seele ganzer Länder, manche das Geheimnis von Liebe und Zweisamkeit. Die vielfach ausgezeichneten Musiker senden auf „breiter europäischer Welle“. Mit traumwandlerischer Tiefe und atemberaubender Virtuosität bewegen sie sich mit Leichtigkeit zwischen französischer Musette, Irish Folk, Balkanrhythmen, mediterranen sowie skandinavischen Klängen und glänzen dazwischen mit leidenschaftlichen Weisen der Roma und Sinti. Musik überwindet alle Grenzen!

www.radio-europa.eu 

 

Um 12.30 Uhr wird Irfan Taufik einen Monolog mit dem Titel „Der Luftballon mit der blonden Perücke“ halten. Taufik spielt die Geschichte der einjährigen Flucht eines 17-jährigen Jungen aus seiner Heimat Nordirak nach Deutschland. Ihm begegnen dabei nicht nur Schlepper, Grenzschutzbeamte sowie andere Flüchtende, es ist für ihn auch zwangsläufig eine Begegnung mit sich selbst und er wird dabei mit seinen Vorstellungen, Sehnsüchten, Wünschen und Vorurteilen konfrontiert. Das interaktive Stück wurde von Irfan Taufik zusammen mit Regisseur Uwe Weber (Theater thevo) im Frühjahr 2018 entwickelt.

Irfan Taufik ist 1996 aus dem Nordirak geflüchtet und lebt heute als professioneller Schauspieler, Filmemacher und Performer in Nürnberg.

Dramaturgie: Alexandra Bauer, Regieassistenz: Selina Bock

 

Ab 13.30 Uhr gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema „Multikultur in unserer Stadt – Chancen für die Gesellschaft“. Gäste werden sein: Gülseren Demirel (MdL, Sprecherin für Integration, Flucht und Asyl, Bündnis 90 / Die Grünen), Rainer Hortolani (Stadtrat, Integrationsbeauftragter, Neumarkt i.d.OPf.), Irfan Taufik (Schauspieler, Nürnberg). Moderiert wird die Diskussion von Eva Gaupp, Redaktionsleiterin Neumarkter Tagblatt.

 

Die Pantomime Ingrid Irrlicht wird um 15.00 Uhr mit Ihrem Programm „Seelenfutter – sprachlos glücklich!“ die großen und kleinen Besucher in ihren Bann ziehen. Zusammen lachen, sich entspannt kennenlernen und Perspektivwechsel spielerisch erleben. Ingrid Irrlichts pantomimischer Humor funktioniert weltweit, in Äthiopien und Kolumbien genauso wie in der Oberpfalz. Seit Sommer 2014 tritt Ingrid Irrlicht regelmäßig in Erstaufnahmeeinrichtungen und Unterbringungen für Geflüchtete in München und bundesweit auf. Ein Theater ohne Worte, das sich über alle kulturellen und sprachlichen Grenzen hinwegsetzt – hier wie dort für Menschen aus aller Welt.

ab 4 Jahre

www.ingrid-irrlicht.de 

Kategorien: Kultur, Familie, Veranstaltungen