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1000 Neumarkter Schüler sammeln 125 Kilo Müll
03.08.2026 Nachhaltigkeit / Natur
1000 Neumarkter Schüler sammeln 125 Kilo Müll

Starkes Zeichen für die Umwelt: 1000 Neumarkter Schüler sammeln 125 Kilo Müll Ein eindrucksvolles Signal für den Naturschutz haben kurz vor den Sommerferien mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler in Neumarkt gesetzt: In einer großangelegten Cleanup-Woche vom 20. bis 24. Juli befreiten 49 Klassen aus sechs Grund- und Mittelschulen ihre Schulsprengel von achtlos weggeworfenem Unrat. Insgesamt kamen dabei über 125 Kilogramm Müll zusammen. Initiative zum World Cleanup Day Die Idee zu der stadtweiten Schwerpunktaktion entstand bereits im Frühjahr 2026. Initiatorin war die Mittelschullehrerin Carina Mitterhofer, die zugleich als Fachberaterin für Umwelterziehung, Klimaschutz sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung aktiv ist und dem Umweltbeirat der Stadt Neumarkt angehört. Ihr Ziel war es, im Kontext des weltweiten World Cleanup Day die Kinder und Jugendlichen vor Ort frühzeitig für den Umwelt- und Naturschutz zu sensibilisieren. Nach einem offiziellen Auftakt am 10. Juli mit Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn, Projektleiterin Lara Koller vom Amt für Nachhaltigkeit sowie Schulvertretern startete die Sammelphase Mitte Juli. Sowohl Ochsenkühn als auch die Nachhaltigkeitsreferentin des Stadtrates, Susanne John, sprachen den Kindern und Jugendlichen ihren ausdrücklichen Dank für den engagierten Einsatz im Stadtgebiet aus. Zigarettenkippen als Hauptproblem Die Aktion blieb nicht auf die Schulen beschränkt: Am 22. Juli organisierte der Umweltbeirat eine öffentliche Sammelaktion in der Innenstadt und im weiteren Stadtgebiet, an der sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger beteiligten. Dabei traten erschreckende Details zutage: Neben Verpackungen und Plastiktüten wurden überraschend viele Zigarettenstummel eingesammelt. Zum Abschluss der Aktionswoche holte der städtische Bauhof die gefüllten Müllsäcke ab. Die über 125 Kilogramm Abfall wurden ordnungsgemäß zur Müllverbrennungsanlage transportiert. Für ihren fleißigen Einsatz wurden die Nachwuchs-Umweltschützer am darauffolgenden Montag belohnt: Alle Beteiligten erhielten als Dankeschön ein regionales Bauernhofeis.

Stadt Neumarkt zahlt erste Gemeinwohlprämien an Landwirte aus
03.08.2026 Nachhaltigkeit / Natur
Stadt Neumarkt zahlt erste Gemeinwohlprämien an Landwirte aus

Stadt Neumarkt zahlt erste Gemeinwohlprämien an Landwirte aus Die Stadt Neumarkt hat im Rahmen ihres Pilotprogramms zur Gemeinwohlprämie im Bürgerzentrum in der Alten Schule in Pölling die ersten konkreten Ergebnisse vorgestellt. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn überreichte an insgesamt sechs Betriebe „Urkunden der Wertschätzung“. Gleichzeitig wurden erste Vergütungen an teilnehmende Landwirtinnen und Landwirte ausgezahlt. Grundlage ist die sogenannte Regionalwertleistungsrechnung, mit der ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Leistungen der Landwirtschaft messbar gemacht werden – Leistungen, die im klassischen Wirtschaftssystem bislang auf keiner Rechnung auftauchen. Der Stadtrat hatte deshalb einstimmig beschlossen, 100.000 Euro für die Honorierung dieser sogenannten Gemeinwohlleistungen bereitzustellen. Neumarkt ist damit die bundesweit erste Kommune, die ein Vergütungsprogramm auf Basis der Regionalwert-Leistungsrechnung aufgelegt hat. Sieben Betriebe machen mit, fünf erhalten bereits eine Prämie Aktuell nehmen sieben landwirtschaftliche Betriebe an dem Programm teil. Fünf von ihnen haben bereits einen Nachhaltigkeitsgrad von mindestens 55 Prozent erreicht und erhalten dafür eine Prämie zwischen 2.300 und 3.500 Euro. Der durchschnittliche Nachhaltigkeitsgrad der teilnehmenden Betriebe liegt bei 68 Prozent. Für sechs der Betriebe, darunter zwei ökologisch wirtschaftende, liegt bereits eine detaillierte Auswertung vor: Insgesamt wurden Nachhaltigkeitsleistungen im Wert von 448.000 Euro erbracht, umgerechnet rund 1420 Euro pro Hektar. Zu den weiteren Kennzahlen zählen unter anderem 490 gehaltene Nutztiere, 48 Prozent Flächenanteil mit reduzierter Bodenbearbeitung, 89 Prozent betriebseigene Futtermittel, 11 Hektar Blühflächen sowie 29.300 kWh selbst produzierter Strom. Besonders gut schneiden die Betriebe in den Bereichen regionale Wirtschaftskreisläufe (80 %) und regionale Vernetzung (89 %) ab; auch bei Klima & Wasser (79 %), Beschäftigungsverhältnissen (79 %) und Tierwohl (77 %) liegen die Durchschnittswerte auf hohem Niveau. Starke Partner aus Wissenschaft und Praxis Möglich wurde das Pionierprojekt durch die Zusammenarbeit mit mehreren Partnern: Die Regionalwert Leistungen GmbH mit Geschäftsführer Christian Hiß und Projektleiter Eric Waibel begleitete die Entwicklung des Programms von Anfang an fachlich und technisch. Auch das Kompetenzzentrum Nachhaltige Ernährungs- und Ressourcenwirtschaft der TH Nürnberg am Sustainability Campus Neumarkt unter Leitung von Prof. Dr. Jan Niessen war von den ersten Überlegungen an eingebunden. Zudem konnte auf die praktischen Erfahrungen der Neumarkter Lammsbräu zurückgegriffen werden, die bei der Anwendung der Regionalwertleistungsberechnung im Unternehmensumfeld Vorreiter war. Koordiniert wird das Programm von Ralf Mützel, Amtsleiter des Amtes für Nachhaltigkeit bei der Stadt Neumarkt. Programm läuft über drei Jahre – weitere Betriebe können mitmachen Das Pilotprogramm ist auf drei Jahre angelegt. Die Stadt Neumarkt ruft weitere Landwirtinnen und Landwirte in Neumarkt dazu auf, sich zu beteiligen, auch noch im aktuell laufenden Jahr. Auch bei Betrieben, die den Mindestnachhaltigkeitsgrad von 55 Prozent noch nicht erreichen, lohnt sich laut Ralf Mützel die Teilnahme: Sie erhalten im Rahmen der Auswertung einen umfassenden Satz an Kennzahlen, mit denen sie konkret im eigenen Betrieb weiterarbeiten können. Die Landwirte, die als erste eine Gemeinwohlprämie erhalten haben, sind Markus Grübler, Hierl Agrar GbR, Stefan Kerschensteiner, Christian Risch und Thomas Schuster. Foto: Übergabe der „Urkunden der Wertschätzung" an die ersten Landwirte im Neumarkter Vergütungsprogramm für Gemeinwohlleistungen (ganz links: Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn, ganz rechts Christian Hiß, Geschäftsführer von Regionalwertleistungen GmbH, sowie Prof. Dr. Jan Niessen vom Sustainability Campus der TH Nürnberg (3. von rechts). Bild: Stadt Neumarkt, Lara Koller

Starkes Signal für den Klimaschutz: Neumarkt feiert Abschluss des Stadtradelns
22.07.2026 Neumarkt
Starkes Signal für den Klimaschutz: Neumarkt feiert Abschluss des Stadtradelns

Drei Wochen lang traten Neumarkts Bürgerinnen und Bürger kräftig in die Pedale – nun wurden die engagiertesten Radlerinnen und Radler für ihren Einsatz bei der Aktion „Stadtradeln“ belohnt. Bei einer Veranstaltung im G6 überreichte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn die Urkunden an die erfolgreichsten Teilnehmer und Teams. In seinem Grußwort betonte der Oberbürgermeister die Bedeutung der Kampagne. Neumarkt gehöre bereits seit 2008 dem Klimabündnis an – einem internationalen Städtenetzwerk, dessen Mitglieder sich freiwillig verpflichten, ihre Treibhausgasemissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren. Gerade auf den vielen kurzen Wegen im Stadtgebiet könne das Fahrrad einen Beitrag leisten. Den Wert des Radfahrens für das Klima strichen auch Verkehrsreferent Olaf Böttcher und Stadtradeln-Star Martin Keitel heraus. Vom 8. bis zum 28. Juni traten in Neumarkt 758 aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Vorjahr: 898) und 46 Teams (51) in die Pedale. Zwar waren es etwas weniger Radler als im Vorjahr, diese erwiesen sich jedoch als besonders eifrig: Mit insgesamt 149.112 zurückgelegten Kilometern lag die Gesamtdistanz kaum unter dem Vorjahreswert (153.481 km). Das bedeutete eine CO₂-Vermeidung von beeindruckenden 24 Tonnen (25 Tonnen). Aktiv waren auch heuer die Kommunalpolitiker: 15 Mitglieder des Stadtrates (Vorjahr: 10) nahmen teil. Unter den Top 5 waren Dr. Ira Hörndler (710 km), Rita Großhauser (359 km), Sigrid Steinbauer-Erler (298 km), Peter Grewe (234 km) und Olaf Böttcher (224 km). Ein spezielles Lob richtete der Oberbürgermeister an die Schulen. „Das Schulradeln ist von unschätzbarem Wert, weil genau hier die Weichen für das zukünftige Mobilitätsverhalten unserer Jugend gestellt werden“, sagte er. Einen Akzent setzte erneut Martin Keitel, Lehrer am Ostendorfer Gymnasium. Als offizieller „Stadtradeln-Star“ verzichtete er drei Wochen lang auf das Auto. Unterstützt wurde er von der gesamten Schülerschaft des Ostendorfer Gymnasiums, die allein ein Sechstel der Gesamtkilometer der Stadt erradelte. Siegerlisten Stadtradeln (Allgemeine Wertung) Einzelwertung Kilometer: Gold: Burkhard Beck (Team ADFC, 1642 km); Silber: Horst Weichselbaum (Team Hotte Tour, 1332 km); Bronze: Helmut Seger (Team ADFC, 1.269 km). Einzelwertung Fahrten: Gold: Noah Simon (Team WGG (Bike 26), 202 Fahrten); Silber: Veronika Hain (Team Ostendorfer Gymnasium (der fitte Lehrkörper), 103 Fahrten); Bronze: Christian Blank (ADFC Neumarkt, 101 Fahrten). Teamwertung Gesamtkilometer: Gold: SV Höhenberg (16.234 km), Silber: ADFC Neumarkt (12.729 km), Bronze: Max Bögl (9005 km). Teamwertung Teilnehmerzahl: Gold: Max Bögl (36), Silber: DAV (33), Bronze: SV Höhenberg (32). Teamwertung Kilometer pro Teilnehmer: Gold: ADFC Neumarkt (509 km/TN), Silber: SV Höhenberg (507 km/TN), Bronze: J & V (387 km/TN). Siegerlisten Schulradeln ( Kilometer: 1. Platz: Ostendorfer Gymnasium (24.220 km), 2. Platz: Willibald-Gluck-Gymnasium (7735 km), 3. Platz: Grundschule Wolfstein (5762 km). Teilnehmer: 1. Platz: Ostendorfer Gymnasium (179 TN), 2. Platz: Willibald-Gluck-Gymnasium (52 TN), 3. Platz: Grundschule Wolfstein (47 TN). Kilometer pro Teilnehmer: 1. Platz: Staatliche Berufsschule (189 km/TN), 2. Platz: Willibald-Gluck-Gymnasium (149 km/TN), 3. Platz: Ostendorfer Gymnasium (135 km/TN).