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Ohm-Campus Neumarkt: Junge Perspektiven im Biofach‑Diskurs
18.02.2026 Neumarkt
Ohm-Campus Neumarkt: Junge Perspektiven im Biofach‑Diskurs

Auf der Biofach, der Weltleitmesse für Bio Lebensmittel, hat die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm) eindrucksvoll gezeigt, wie junge Talente, Innovationen und praxisnahe Forschung die Zukunft einer nachhaltigen Ernährungs und Ressourcenwirtschaft prägen. Bei einem gut besuchten Panel lieferten auch Vertreter der Stadt wichtige Impulse. Unter dem Leitthema „Young Voices, Bold Visions“ stand in diesem Jahr im Fokus, wie junge Menschen die Zukunft von Bio-Landwirtschaft und Ernährung mitgestalten. Ein Anspruch, den der Ohm Sustainability Campus Neumarkt seit Jahren aktiv lebt: Junge und erfahrene Akteure befassen sich bereits seit vielen Jahren damit, wie sich gemeinsam nachhaltige Ernährungs- und Wirtschaftssysteme gestalten lassen. Fairer Handel und öko-soziale Beschaffung sind am Ohm Sustainability Campus Neumarkt fest verankert. Der Standort bündelt Lehre, Forschung und Transfer für nachhaltige Lebensmittel und Ressourcenwirtschaft. In einer Diskussionsrunde ordnete Prof. Dr. Jan Niessen, Experte für die Biobranche, gemeinsam mit Ohm-Standortleiterin Katrin Schwanke zentrale Handlungsfelder junger Menschen ein. Niessen betonte: „Durch das Zusammenspiel von Hochschule, Kommune, Mentoring Angeboten und Förderprogrammen können junge Menschen ihre Ideen wirksam entwickeln.“ Konkrete Einblicke lieferten die Podiumspartner: Linus Sklenarz als Vertreter der Stadt Neumarkt, Ohm Absolvent und Kraftschluck Gründer Florian Weiß sowie Manuel Kania, Geschäftsführer des Gründerzentrums Makers Home. Gemeinsam diskutierten sie, wie ein Multistakeholder Ansatz das Nachhaltigkeitsökosystem in Neumarkt stärkt und Innovationsprozesse beschleunigt. Mit dem neu gestarteten Kompetenzzentrum für Nachhaltige Ernährungs und Ressourcenwirtschaft (K.NER) baut die Ohm ihre Aktivitäten am Ohm Sustainability Campus weiter aus. Das Zentrum verbindet Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft, um besonders kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu nachhaltigen Lösungen zu erleichtern – etwa durch Forschungstransfer, interdisziplinäre Projekte oder Ansätze wie True Cost Accounting. „Nachhaltige Wertschöpfung gelingt nur, wenn wir Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft zusammenbringen“, erläutert Niessen. „Unser Anspruch ist es, nicht nur innovativ zu forschen, sondern konkrete Lösungen zu entwickeln, von denen Unternehmen, Kundinnen und Bürger gleichermaßen profitieren.“ Auch das Studienangebot am Campus Neumarkt wird weiterentwickelt: Der bisherige Bachelorstudiengang „Management in der Ökobranche“ trägt künftig den Namen „Bio Lebensmittelwirtschaft und Nachhaltigkeitsmanagement“ und verbindet ökologische Land und Lebensmittelwirtschaft mit Kreislaufwirtschaft und verantwortungsvoller Lieferkettengestaltung. Zum Wintersemester 2026/27 startet zusätzlich der neue Masterstudiengang „Kreislaufwirtschaft und Resiliente Ernährungssysteme“, der an konsequent ökologisch-ökonomischer Nachhaltigkeit ausgerichtet und von gesellschaftlicher Transformation und Verantwortung geprägt ist. „Mit dem inter- und transdisziplinären Ansatz ermöglichen wir es Masterstudierenden, sowohl praxisnah als auch wissenschaftlich fundiert zu arbeiten“, betont Studiengangsleiter Prof. Dr. Tobias Gaugler. Mit Forschung, Transfer und einem zukunftsorientierten Studienangebot adressiert die Ohm genau jene Kompetenzen, die auch auf der Biofach gefragt sind – von zirkulären Geschäftsmodellen über nachhaltiges Ressourcenmanagement bis hin zu resilienten Versorgungssystemen. Der Ohm Sustainability Campus Neumarkt lädt ein, gemeinsam an Lösungen für eine nachhaltige Ernährungs und Ressourcenwirtschaft zu arbeiten.

Stadt unterstützt Aufbau einer Montessori-Schule mit Interimslösung
09.01.2026 Bildung
Stadt unterstützt Aufbau einer Montessori-Schule mit Interimslösung

In Neumarkt wird das schulische Angebot um eine Montessori-Schule erweitert. Die Stadtverwaltung unterstützt das Projekt des Trägervereins durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten im Stadtgebiet, so dass ein sofortiger Start des Schulbetriebs möglich wird. „Die Stadtverwaltung freut sich, dass Neumarkt eine differenzierte Schullandschaft bietet, die verschiedenen Lernbedürfnissen gerecht wird“, erklärt Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn. „Die Ansiedlung der Montessori-Schule ist eine gute Ergänzung zu unseren bestehenden Schulen. Sie stärkt unser Profil als Bildungsstandort und bietet eine zusätzliche Option für Familien in unserer Stadt.“ Da das für die Schule vorgesehene städtische Gebäude in der Bahnhofstraße erst nach Sanierungsmaßnahmen bezugsfertig sein wird – die Planung sieht hierfür einen Zeitraum von etwa zwei Jahren vor – bietet die Stadt eine Übergangslösung an, die sich schon einmal bei einem anderen Projekt bewährt hat. Die modernen Module im Stadtteil Wolfstein, die dem Trägerverein zur Verfügung gestellt werden sollen, dienten bereits während des Neubaus der Kindertagesstätte „Burg Wichtelstein“ als hochwertiges Ausweichquartier. Die Bereitstellung dieser Anlage durch die Stadt ermöglicht einen sofortigen Start des Schulbetriebs. Um auch bei eventuellen Verzögerungen im Bauablauf des Hauptgebäudes Planungssicherheit zu garantieren, wurde die Nutz-Zeit vorsorglich auf gut zweieinhalb Jahre festgesetzt. Durch die Weiternutzung der bestehenden Modul-Infrastruktur können Zeit und Ressourcen geschont werden, während die Schule von einer voll funktionsfähigen Anlage profitiert. Der Montessori-Verein plant in Neumarkt eine Mittelschule ab der 5. Jahrgangsstufe mit M-Zug, die die im Stadtgebiet und in der näheren Umgebung bestehenden alternativen Bildungsangebote optimal ergänzt. Jugendliche können hier entweder nach der 9. Klasse den Qualifizierenden Abschluss (Quali) erwerben oder im M-Zug weiterlernen und die Mittlere Reife erreichen. Noch befindet sich die Schule im Genehmigungsprozess. Derzeit läuft die Anmeldung für das Schuljahr 2026/27.