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Ausstellung zum Ludwig-Donau-Main-Kanal im Rathaus eröffnet
27.03.2026 Kultur
Ausstellung zum Ludwig-Donau-Main-Kanal im Rathaus eröffnet

Von Treidelpferden und Wasserwegen: Im Foyer des Rathauses ist noch bis zum 28. Mai eine Wanderausstellung zu sehen, die eines der bedeutendsten Bauwerke Bayerns würdigt. Zur feierlichen Eröffnung betonte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn die Rolle des Kanals als „festes Stück Heimat“. Das Timing könnte kaum besser sein: In diesem Jahr feiert der Ludwig-Donau-Main-Kanal sein 180-jähriges Jubiläum. Am 15. Juli 1846 wurde das 172 Kilometer lange Wasserbauwerk offiziell eröffnet – ein technisches Meisterwerk seiner Zeit, das unter König Ludwig I. in nur zehn Jahren Bauzeit entstand und den Main bei Bamberg mit der Donau bei Kelheim verband. Im Zentrum der Schau steht das Treideln. Dabei handelt es sich um das mühsame Schleppen von Lastkähnen durch Pferde, die auf schmalen Wegen am Ufer entlanggeführt wurden. Diese unverzichtbare, aber knochenharte Arbeit der Vergangenheit erhielt erst kürzlich eine späte Würdigung: Seit 2025 ist das Treideln offiziell in die Liste des Immateriellen Kulturerbes Bayerns aufgenommen. Auf 15 informativen Tafeln vermittelt die Ausstellung faszinierende Einblicke in diese historische Arbeitswelt. Sie zeigt den Kontrast zwischen der damaligen industriellen Notwendigkeit und der heutigen idyllischen Nutzung. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn hob in seiner Eröffnungsrede die emotionale Bedeutung des Denkmals hervor. Der Kanal sei längst mehr als nur ein Relikt der Industriegeschichte: „Der Kanal ist ein festes Stück Heimat und ein kulturelles Erbe geworden, das niemand von uns mehr missen möchte. Wo früher mühsam Waren transportiert wurden, finden wir heute ein Erholungsgebiet für Fischer, Radfahrer und Wanderer sowie eine einzigartige touristische Attraktion.“ Besonders das Naturerlebnis rückte Ochsenkühn in den Fokus. Wer sich Zeit nehme, entdecke zu jeder Jahreszeit „faszinierende Kompositionen aus Licht, Wasser, Pflanzen und Tieren“. Tatsächlich gelten die ehemaligen Treidelwege heute als Geheimtipp für Naturfreunde. • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (zu den üblichen Zeiten der Stadtverwaltung) • Eintritt: Frei

Neumarkter Schulen auf dem Weg zu mehr Bio
27.03.2026 Nachhaltigkeit / Natur
Neumarkter Schulen auf dem Weg zu mehr Bio

Mehr als 25 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Beratung und Wissenschaft folgten der Einladung zur BioBitte-Veranstaltung „Vom Verpflegungsleitbild zur Vergabe – Regionales Bio in Neumarkter Schulen“, welche von der Ecozept GmbH in Kooperation mit der Stadt Neumarkt und dem Ohm Sustainability Campus organisiert wurde. iel war es, erste konkrete Inhalte eines Leitbildes zu erarbeiten, um dem Ziel „100% Bio in der Schulverpflegung“ näher zu kommen. „Die Stadt Neumarkt i.d.OPf. möchte als Sachaufwandsträger dafür Sorge tragen, dass die Schülerinnen und Schüler eine gesunde Schulverpflegung erhalten und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen geleistet wird“, betonte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn. Auch die Nachbargemeinde Postbauer Heng war mit 1. Bürgermeister Horst Kratzer und 2. Bürgermeisterin Angelika Herrmann vertreten. Beide berichteten über die Verpflegung und den Erfahrungen zur Einführung einer Bio-Quote an den Schulen in der Nachbargemeinde. Einheitliches Konzept als Schlüssel Seit 2019 verfolgt die Stadt Neumarkt das Ziel, die Verpflegung in ihren neun Grund- und Mittelschulen schrittweise auf Bio-Lebensmittel aus der Region umzustellen. Bio ist schon heute ein wichtiger Aspekt an den Schulen, bisher variieren die Bio-Anteile beim Mittagessen jedoch stark. Die Veranstaltung diente deshalb der Erarbeitung eines gemeinsamen Verpflegungsleitbilds, das klare Vorgaben für die zukünftige Vergabe von Verpflegungsleistungen schafft. Ralf Mützel vom Amt für Nachhaltigkeit: „Einheitliche Standards sind essenziell, um Synergien zu nutzen und die Akzeptanz bei allen Beteiligten zu stärken. Auf dieser Basis gehen wir dann ins Gespräch mit den Cateringunternehmen und arbeiten darauf hin, den Anteil regionaler Bio-Lebensmittel in den nächsten Jahren gemäß dem Senatsbeschluss sukzessive zu erhöhen.“ Praxisbeispiele und regionale Vernetzung In Fachvorträgen und Arbeitsgruppen wurden Best-Practice-Beispiele aus anderen Regionen vorgestellt und konkrete Kriterien für das Neumarkter Leitbild priorisiert. Tatkräftig unterstützt wird der weitere Prozess sowohl durch die Technische Hochschule Nürnberg – Standort Neumarkt (Ohm Sustainability Campus), dem Amt für Landwirtschaft, Ernährung -Fachstelle Gemeinschaftsverpflegung sowie der örtlichen Ökomodellregion Neumarkt.

Vorarbeiten für das Abfräsen des Pflasters beginnen in den Osterferien
24.03.2026 Neumarkt
Vorarbeiten für das Abfräsen des Pflasters beginnen in den Osterferien

In seiner Februar-Sitzung hat der Neumarkter Stadtrat grünes Licht für das Abfräsen des Pflasters in der Unteren Marktstraße gegeben. Ziel der Maßnahme ist es, die Fläche eben zu machen und so die Situation für Menschen mit Handicap, für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern sowie die Fahrgeräusche für Bürger und Anwohner zu reduzieren. Weiterer Vorteil: E-Scooter, die aktuell oft auf den Fußgängerbereich ausweichen, könnten dann häufiger die Straße nutzen. Nach einem ersten Test hat sich auch herausgestellt, dass das abgefräste Pflaster auch bei Regen etwas griffiger wird. Jetzt geht es ganz schnell, denn die Stadt wird mit den Vorarbeiten für das Abfräsen bereits in den Osterferien beginnen. Dieser Zeitraum bietet sich dafür an, da in dieser Zeit weniger Busse fahren. In den beiden Wochen vom 30. März bis 10. April werden Mitarbeiter der Firma Klebl für einen Höhenausgleich des Pflasters sorgen. Denn durch den Verkehr wurden die Pflastersteine teilweise tief in den Boden gedrückt, manche sind auch angebrochen. Diese Maßnahme hätte auch ohne das spätere Abschleifen im Zuge der Instandhaltung erfolgen müssen. Busse und der Lieferverkehr können in der Zeit durch die Untere Marktstraße fahren. Die Parkplätze müssen jedoch gesperrt werden. In den Pfingstferien wird dann eine Spezialfirma die Fläche abfräsen, was eine erneute Sperrung nötig macht. Die Fußgängerzone beim Rathaus wird nicht bearbeitet. Die Kosten für die Maßnahme „Untere Marktstraße“ wurden in der Stadtratssitzung auf 110.000 Euro taxiert.

Tourismus-Rekord: Stadt knackt erneut die Bestmarke bei Übernachtungen
13.03.2026 Neumarkt
Tourismus-Rekord: Stadt knackt erneut die Bestmarke bei Übernachtungen

Die Stadt Neumarkt festigt ihren Aufwärtstrend bei den Übernachtungszahlen. Wie Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn und der Leiter des Amtes für Touristik, Rainer Seitz, bei der Vorstellung der Jahresstatistik 2025 bekannt gaben, verzeichnete die Stadt mit genau 119.721 Übernachtungen das erfolgreichste Jahr ihrer Geschichte. Damit wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 2023 mit einem hauchdünnen, aber signifikanten Vorsprung übertroffen. Diese Zahlen seien ein eindrucksvoller Beleg für die Attraktivität der Jurastadt, sagte Oberbürgermeister Ochsenkühn. Insgesamt besuchten 66.945 Gäste Neumarkt, was einem Zuwachs von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch bei den Übernachtungen steht ein Plus von 1,8 Prozent zu Buche. Ochsenkühn: „Die regionale Bedeutung der Stadt im Tourismus-Bereich wird deutlich, wenn man den gesamten Landkreis betrachtet, in dem insgesamt 433.570 Übernachtungen registriert wurden. Mehr als jede vierte Übernachtung im Landkreis finde direkt im Stadtgebiet von Neumarkt statt. Neumarkt wird zudem auch international immer beliebter, wie Rainer Seitz erklärte. Denn rund zehn Prozent der Gäste reisten aus dem Ausland an, wobei Besucher aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz die Rangliste anführen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Besucher lag im vergangenen Jahr bei 1,8 Tagen. Mit einer Kapazität von mehr als 1000 Hotelbetten sei die Stadt hervorragend gerüstet, um diesen kontinuierlichen Zustrom auch in Spitzenzeiten souverän zu bewältigen. Seitz identifizierte mehrere entscheidende Faktoren für das Rekordergebnis, die er als echte Match-Winner bezeichnete. So sorgte beispielsweise die Durchführung des Deutschen Klöppelkongresses unmittelbar nach Ostern für eine über mehrere Tage hinweg komplett ausgebuchte Stadt. Auch das Beherbergungsangebot wurde qualitativ erweitert, etwa durch die Eröffnung von Tims Wohnhaus in der Kirchengasse, das mit zehn modernen Zimmern neue Kapazitäten in der Altstadt schafft. Ein weiterer Pfeiler des Erfolgs ist die Kombination aus Freizeitwert und Mobilität. Das Schlossbad mit seiner attraktiven Saunalandschaft garantiert der Stadt mittlerweile eine stabile Auslastung über das gesamte Jahr hinweg. Zudem profitierte Neumarkt massiv vom Trend zum Radtourismus. So wurde der Fünf-Flüsse-Radweg laut der aktuellen ADFC-Radreiseanalyse erstmals in die Top 10 der meistbefahrenen Fernradwege Deutschlands gelistet. Gleichzeitig führte die verstärkte Ausgabe der City-Card Neumarkt dazu, dass die Auslastung insbesondere an den Wochenenden spürbar gesteigert werden konnte. Hinter den reinen Übernachtungszahlen steht eine enorme lokale Wertschöpfung für die Stadtgesellschaft. Basierend auf aktuellen Daten der DWIF-Tourismusberatung lässt jeder Übernachtungsgast laut Rainer Seitz in einem gewerblichen Betrieb durchschnittlich 164,70 Euro pro Tag in Neumarkt. Daraus erwirtschaftet die Stadt einen beachtlichen Brutto-Umsatz von rund 19,4 Millionen Euro. Oberbürgermeister Ochsenkühn betonte in diesem Zusammenhang, dass von dieser Entwicklung nicht nur die Hotellerie und Gastronomie direkt profitieren, sondern auch der Einzelhandel sowie Handwerksbetriebe wie Bäcker und Metzger wichtige Profiteure dieser touristischen Dynamik seien. Die Stadt blickt bereits jetzt optimistisch auf das Jahr 2026 und plant weitere Investitionen in die Infrastruktur. Für den Herbst 2026 ist die Fertigstellung des neuen Reisemobilstellplatzes vorgesehen, um der wachsenden Zielgruppe der Camper ein Angebot zu machen. Mit Blick auf die ferne Zukunft wirft zudem ein kulturelles Großereignis seine Schatten voraus, denn die Vorfreude auf die Passionsspiele 2029 ist bereits jetzt ein zentraler strategischer Eckpfeiler für die langfristige Tourismusplanung.

Lesung mit LiteraTour-Autorin  Stauner und Schauspielerin Schönenberg
12.03.2026 Neumarkt
Lesung mit LiteraTour-Autorin Stauner und Schauspielerin Schönenberg

Die Regensburger Autorin Gerda Stauner liest am 14. April um 19 Uhr zusammen mit Schauspielerin Bettina Schönenberg aus ihrem kürzlich erschienenen Roman „Das kleine Hotel am Getreidemarkt“. Das Buch erzählt eine Geschichte voller Herz, Mut und Hoffnung: Die junge Marille leitet das charmante Hotel am Getreidemarkt. Sie hat einen wohligen Zufluchtsort für Menschen auf der Suche nach Geborgenheit erschaffen, der sowohl Reisende als auch Kreative magisch anzieht, und geht ganz in ihrer Rolle als Hotelbesitzerin auf. Dabei merkt sie nicht, dass ihr bester Freund Ferdinand sich mehr und mehr zu ihr hingezogen fühlt. Dann geschehen Dinge, die ihre kleine geschützte Welt ins Wanken bringen. In der szenischen Lesung erwachen die Figuren des Romans zum Leben. Zusammen mit der Schauspielerin Bettina Schönenberg entführt Gerda Stauner das Publikum in ein kleines Hotel, in dem sich die Schicksale der Protagonisten langsam entfalten und unterschiedliche Perspektiven aufgezeigt werden. Für die Lesung mit LiteraTour-Autorin Gerda Stauner hat das Team der Stadtbibliothek einen besonderen Leseort ausgesucht. Sie findet im Hotel Dietmayr in der Bahnhofstraße 4 in Neumarkt im Nebenzimmer statt. Einlass ist ab 18:30 Uhr. Es herrscht freie Sitzplatzwahl. Getränke können erworben werden, jedoch keine Speisen. Der Eintritt beträgt 10 Euro im Vorverkauf (12 Euro an der Abendkasse). Da die Plätze begrenzt sind, lohnt es sich, die Tickets möglichst bald bei der Tourist Info der Stadtbibliothek oder unter https://www.tourismus-neumarkt.de/highlights/ zu erwerben.