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Tourismus in Neumarkt weiter auf Erfolgskurs
24.08.2026 Neumarkt
Tourismus in Neumarkt weiter auf Erfolgskurs

Der Tourismus in Neumarkt bleibt auf Wachstumskurs. Im ersten Halbjahr 2026 hat die Jurastadt bei den Gäste- und Übernachtungszahlen erneut deutlich zugelegt. Nach der aktuellen Statistik des Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung Schweinfurt kamen von Januar bis einschließlich Juni insgesamt 32.769 Gäste nach Neumarkt. Das entspricht einem Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Noch stärker entwickelte sich die Zahl der Übernachtungen: 68.709 Übernachtungen bedeuten einen Zuwachs von 17,5 Prozent. Damit setzt sich die positive Entwicklung des vergangenen Jahres fort. Bereits 2025 hatte Neumarkt mit 119.721 Übernachtungen einen historischen Höchststand erreicht. Rainer Seitz, Leiter des Amts für Touristik, sieht in den aktuellen Zahlen eine erfreuliche Bestätigung der Entwicklung: Neumarkt habe sich auch nach dem Rekordjahr 2025 als attraktives Ziel für Urlauber und Besucher behaupten können. Für die Touristiker gibt es mehrere Gründe für die starke Entwicklung. Das gute Wetter habe ebenso eine Rolle gespielt wie die zahlreichen Feiertage im Mai und Juni, die zusätzliche verlängerte Wochenenden ermöglichten. Hinzu kamen Übernachtungen von Schienenersatzverkehr-Busfahrern. Gleichzeitig haben neue Übernachtungskapazitäten für zusätzliche Angebote auf dem Beherbergungsmarkt gesorgt. Bemerkenswert ist aus Sicht von Seitz vor allem, dass die Nachfrage nicht allein aus geschäftlichen Übernachtungen resultierte. Vielmehr habe auch der klassische Freizeittourismus deutlich zur Auslastung der Hotels und anderer Beherbergungsbetriebe beigetragen. Für Neumarkt ist das von besonderer Bedeutung: Touristische Gäste sorgen nicht nur für Übernachtungen, sondern geben auch Geld in Gastronomie, Einzelhandel, Kultur, Freizeitwirtschaft und bei weiteren Dienstleistern aus. Tourismus wird damit zu einem Wirtschaftsfaktor, der weit über die Hotelbranche hinauswirkt. Ein wichtiger neuer Impuls kommt seit Mai von der strategischen Partnerschaft mit Beilngries. Mit der gemeinsamen City-Card Neumarkt-Beilngries wurde ein neues Instrument geschaffen, das die beiden touristischen Standorte stärker miteinander verknüpft. Doch schon vorher war die City-Card nur für die Stadt Neumarkt gut angenommen worden. Bereits mehr als 3000 Gäste hatten die kostenlose Gästekarte genutzt. Auf diese Gäste entfielen mehr als 7000 Übernachtungen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 konnte die Nutzung der City-Card damit um mehr als 30 Prozent gesteigert werden. Die Resonanz bei den beteiligten Betrieben fällt ebenfalls positiv aus. Rund 40 Leistungsträger aus den Bereichen Museen, Freizeit und Shopping sind inzwischen eingebunden. Auch Beherbergungsbetriebe aus Beilngries und der Umgebung – von Ferienwohnungen bis zum Vier-Sterne-Hotel – nutzen die Gästekarte für ihre Urlauber. Die Idee dahinter: Gäste sollen mit der kostenlosen Karte unkompliziert zusätzliche Angebote kennenlernen und länger beziehungsweise intensiver in der Region unterwegs sein. Davon profitieren wiederum die teilnehmenden Unternehmen. Die Entwicklung zeigt damit auch eine wirtschaftliche Perspektive für die gesamte Region. Je mehr touristische Gäste Neumarkt und Beilngries als gemeinsames Reiseziel wahrnehmen, desto größer wird die Chance, dass ihre Ausgaben nicht nur für die Übernachtung, sondern auch für Essen, Einkäufe, Freizeitaktivitäten und kulturelle Angebote in der Region anfallen. Die touristische Wertschöpfung verteilt sich dadurch auf zahlreiche Branchen und Betriebe.

Flügel voller Geschichte: Bill Holler übergibt Dauerleihgabe ans  Bürgerzentrum
04.08.2026 Neumarkt
Flügel voller Geschichte: Bill Holler übergibt Dauerleihgabe ans  Bürgerzentrum

Ein Flügel voller Geschichte: Bill Holler übergibt Dauerleihgabe für das Bürgerzentrum in Pölling Musik verbindet, schafft Heimat und erzählt manchmal ganz persönliche Lebensgeschichten. Ein besonders schönes Kapitel dieser Art wurde nun im Bürgerzentrum Pölling aufgeschlagen: Der Neumarkter Unternehmer und Mäzen Bill Holler übergab gemeinsam mit seiner Frau Annett ein hochwertiges Yamaha-Konzertklavier als Dauerleihgabe an die Stadt. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn nahm das Instrument persönlich entgegen und bedankte sich im Namen aller Bürgerinnen und Bürger herzlich für die Großzügigkeit des Ehepaars. Das Instrument ist in der lokalen Musikszene kein unbeschriebenes Blatt. Die vergangenen vier Jahre stand der Yamaha-Klavierflügel im Martin-Schalling-Haus und erfreute dort Bewohner wie Gäste – unter anderem schätzte mit Waldemar Grab bereits einer der renommiertesten deutschen Pianisten die Klangqualität des Instruments. Da im Schalling-Haus nun eine umfassende Generalsanierung ansteht, suchte Bill Holler nach einem neuen, passenden Zuhause für sein Piano. Die Wahl fiel bewusst auf das Bürgerzentrum in Pölling. Dort fehlte bislang ein adäquates Tasteninstrument. Nun soll das Piano allen Musikbegeisterten und Kulturtreibenden vor Ort zur Verfügung stehen. Für Holler ist die Leihgabe auch ein Zeichen der Dankbarkeit an seine Heimatstadt: Er wolle sich damit für das stets hervorragende und getragene Miteinander in Neumarkt erkenntlich zeigen. Dass das Instrument nicht nur optisch, sondern vor allem klanglich eine Bereicherung ist, bewies der Stifter bei der feierlichen Übergabe gleich selbst. Mit virtuos gestimmten Tönen verzauberte Holler: Nach dem nachdenklichen Klassiker „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ stimmte er „My Way“ an. Eine bewusste Stückwahl, denn der Song gilt seit jeher als sein persönliches Lebensmotto. Geradlinig, mutig und stets seinen eigenen Weg gehend, baute Holler sein erfolgreiches Unternehmerleben auf – ein Weg, von dem die Stadt Neumarkt durch sein mäzenatisches Engagement nun profitieren darf.

1000 Neumarkter Schüler sammeln 125 Kilo Müll
03.08.2026 Nachhaltigkeit / Natur
1000 Neumarkter Schüler sammeln 125 Kilo Müll

Starkes Zeichen für die Umwelt: 1000 Neumarkter Schüler sammeln 125 Kilo Müll Ein eindrucksvolles Signal für den Naturschutz haben kurz vor den Sommerferien mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler in Neumarkt gesetzt: In einer großangelegten Cleanup-Woche vom 20. bis 24. Juli befreiten 49 Klassen aus sechs Grund- und Mittelschulen ihre Schulsprengel von achtlos weggeworfenem Unrat. Insgesamt kamen dabei über 125 Kilogramm Müll zusammen. Initiative zum World Cleanup Day Die Idee zu der stadtweiten Schwerpunktaktion entstand bereits im Frühjahr 2026. Initiatorin war die Mittelschullehrerin Carina Mitterhofer, die zugleich als Fachberaterin für Umwelterziehung, Klimaschutz sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung aktiv ist und dem Umweltbeirat der Stadt Neumarkt angehört. Ihr Ziel war es, im Kontext des weltweiten World Cleanup Day die Kinder und Jugendlichen vor Ort frühzeitig für den Umwelt- und Naturschutz zu sensibilisieren. Nach einem offiziellen Auftakt am 10. Juli mit Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn, Projektleiterin Lara Koller vom Amt für Nachhaltigkeit sowie Schulvertretern startete die Sammelphase Mitte Juli. Sowohl Ochsenkühn als auch die Nachhaltigkeitsreferentin des Stadtrates, Susanne John, sprachen den Kindern und Jugendlichen ihren ausdrücklichen Dank für den engagierten Einsatz im Stadtgebiet aus. Zigarettenkippen als Hauptproblem Die Aktion blieb nicht auf die Schulen beschränkt: Am 22. Juli organisierte der Umweltbeirat eine öffentliche Sammelaktion in der Innenstadt und im weiteren Stadtgebiet, an der sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger beteiligten. Dabei traten erschreckende Details zutage: Neben Verpackungen und Plastiktüten wurden überraschend viele Zigarettenstummel eingesammelt. Zum Abschluss der Aktionswoche holte der städtische Bauhof die gefüllten Müllsäcke ab. Die über 125 Kilogramm Abfall wurden ordnungsgemäß zur Müllverbrennungsanlage transportiert. Für ihren fleißigen Einsatz wurden die Nachwuchs-Umweltschützer am darauffolgenden Montag belohnt: Alle Beteiligten erhielten als Dankeschön ein regionales Bauernhofeis.

Stadt Neumarkt zahlt erste Gemeinwohlprämien an Landwirte aus
03.08.2026 Nachhaltigkeit / Natur
Stadt Neumarkt zahlt erste Gemeinwohlprämien an Landwirte aus

Stadt Neumarkt zahlt erste Gemeinwohlprämien an Landwirte aus Die Stadt Neumarkt hat im Rahmen ihres Pilotprogramms zur Gemeinwohlprämie im Bürgerzentrum in der Alten Schule in Pölling die ersten konkreten Ergebnisse vorgestellt. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn überreichte an insgesamt sechs Betriebe „Urkunden der Wertschätzung“. Gleichzeitig wurden erste Vergütungen an teilnehmende Landwirtinnen und Landwirte ausgezahlt. Grundlage ist die sogenannte Regionalwertleistungsrechnung, mit der ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Leistungen der Landwirtschaft messbar gemacht werden – Leistungen, die im klassischen Wirtschaftssystem bislang auf keiner Rechnung auftauchen. Der Stadtrat hatte deshalb einstimmig beschlossen, 100.000 Euro für die Honorierung dieser sogenannten Gemeinwohlleistungen bereitzustellen. Neumarkt ist damit die bundesweit erste Kommune, die ein Vergütungsprogramm auf Basis der Regionalwert-Leistungsrechnung aufgelegt hat. Sieben Betriebe machen mit, fünf erhalten bereits eine Prämie Aktuell nehmen sieben landwirtschaftliche Betriebe an dem Programm teil. Fünf von ihnen haben bereits einen Nachhaltigkeitsgrad von mindestens 55 Prozent erreicht und erhalten dafür eine Prämie zwischen 2.300 und 3.500 Euro. Der durchschnittliche Nachhaltigkeitsgrad der teilnehmenden Betriebe liegt bei 68 Prozent. Für sechs der Betriebe, darunter zwei ökologisch wirtschaftende, liegt bereits eine detaillierte Auswertung vor: Insgesamt wurden Nachhaltigkeitsleistungen im Wert von 448.000 Euro erbracht, umgerechnet rund 1420 Euro pro Hektar. Zu den weiteren Kennzahlen zählen unter anderem 490 gehaltene Nutztiere, 48 Prozent Flächenanteil mit reduzierter Bodenbearbeitung, 89 Prozent betriebseigene Futtermittel, 11 Hektar Blühflächen sowie 29.300 kWh selbst produzierter Strom. Besonders gut schneiden die Betriebe in den Bereichen regionale Wirtschaftskreisläufe (80 %) und regionale Vernetzung (89 %) ab; auch bei Klima & Wasser (79 %), Beschäftigungsverhältnissen (79 %) und Tierwohl (77 %) liegen die Durchschnittswerte auf hohem Niveau. Starke Partner aus Wissenschaft und Praxis Möglich wurde das Pionierprojekt durch die Zusammenarbeit mit mehreren Partnern: Die Regionalwert Leistungen GmbH mit Geschäftsführer Christian Hiß und Projektleiter Eric Waibel begleitete die Entwicklung des Programms von Anfang an fachlich und technisch. Auch das Kompetenzzentrum Nachhaltige Ernährungs- und Ressourcenwirtschaft der TH Nürnberg am Sustainability Campus Neumarkt unter Leitung von Prof. Dr. Jan Niessen war von den ersten Überlegungen an eingebunden. Zudem konnte auf die praktischen Erfahrungen der Neumarkter Lammsbräu zurückgegriffen werden, die bei der Anwendung der Regionalwertleistungsberechnung im Unternehmensumfeld Vorreiter war. Koordiniert wird das Programm von Ralf Mützel, Amtsleiter des Amtes für Nachhaltigkeit bei der Stadt Neumarkt. Programm läuft über drei Jahre – weitere Betriebe können mitmachen Das Pilotprogramm ist auf drei Jahre angelegt. Die Stadt Neumarkt ruft weitere Landwirtinnen und Landwirte in Neumarkt dazu auf, sich zu beteiligen, auch noch im aktuell laufenden Jahr. Auch bei Betrieben, die den Mindestnachhaltigkeitsgrad von 55 Prozent noch nicht erreichen, lohnt sich laut Ralf Mützel die Teilnahme: Sie erhalten im Rahmen der Auswertung einen umfassenden Satz an Kennzahlen, mit denen sie konkret im eigenen Betrieb weiterarbeiten können. Die Landwirte, die als erste eine Gemeinwohlprämie erhalten haben, sind Markus Grübler, Hierl Agrar GbR, Stefan Kerschensteiner, Christian Risch und Thomas Schuster. Foto: Übergabe der „Urkunden der Wertschätzung" an die ersten Landwirte im Neumarkter Vergütungsprogramm für Gemeinwohlleistungen (ganz links: Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn, ganz rechts Christian Hiß, Geschäftsführer von Regionalwertleistungen GmbH, sowie Prof. Dr. Jan Niessen vom Sustainability Campus der TH Nürnberg (3. von rechts). Bild: Stadt Neumarkt, Lara Koller