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Stadt unterstützt Aufbau einer Montessori-Schule mit Interimslösung
09.01.2026 Bildung
Stadt unterstützt Aufbau einer Montessori-Schule mit Interimslösung

In Neumarkt wird das schulische Angebot um eine Montessori-Schule erweitert. Die Stadtverwaltung unterstützt das Projekt des Trägervereins durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten im Stadtgebiet, so dass ein sofortiger Start des Schulbetriebs möglich wird. „Die Stadtverwaltung freut sich, dass Neumarkt eine differenzierte Schullandschaft bietet, die verschiedenen Lernbedürfnissen gerecht wird“, erklärt Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn. „Die Ansiedlung der Montessori-Schule ist eine gute Ergänzung zu unseren bestehenden Schulen. Sie stärkt unser Profil als Bildungsstandort und bietet eine zusätzliche Option für Familien in unserer Stadt.“ Da das für die Schule vorgesehene städtische Gebäude in der Bahnhofstraße erst nach Sanierungsmaßnahmen bezugsfertig sein wird – die Planung sieht hierfür einen Zeitraum von etwa zwei Jahren vor – bietet die Stadt eine Übergangslösung an, die sich schon einmal bei einem anderen Projekt bewährt hat. Die modernen Module im Stadtteil Wolfstein, die dem Trägerverein zur Verfügung gestellt werden sollen, dienten bereits während des Neubaus der Kindertagesstätte „Burg Wichtelstein“ als hochwertiges Ausweichquartier. Die Bereitstellung dieser Anlage durch die Stadt ermöglicht einen sofortigen Start des Schulbetriebs. Um auch bei eventuellen Verzögerungen im Bauablauf des Hauptgebäudes Planungssicherheit zu garantieren, wurde die Nutz-Zeit vorsorglich auf gut zweieinhalb Jahre festgesetzt. Durch die Weiternutzung der bestehenden Modul-Infrastruktur können Zeit und Ressourcen geschont werden, während die Schule von einer voll funktionsfähigen Anlage profitiert. Der Montessori-Verein plant in Neumarkt eine Mittelschule ab der 5. Jahrgangsstufe mit M-Zug, die die im Stadtgebiet und in der näheren Umgebung bestehenden alternativen Bildungsangebote optimal ergänzt. Jugendliche können hier entweder nach der 9. Klasse den Qualifizierenden Abschluss (Quali) erwerben oder im M-Zug weiterlernen und die Mittlere Reife erreichen. Noch befindet sich die Schule im Genehmigungsprozess. Derzeit läuft die Anmeldung für das Schuljahr 2026/27.

Richtfest für die Kita am Neuen Markt:  48 Kinder finden Platz im „Wolkennest“   
14.10.2025 Neumarkt
Richtfest für die Kita am Neuen Markt: 48 Kinder finden Platz im „Wolkennest“  

Sie heißt „Wolkennest“ und liegt hoch über der Stadt Neumarkt: Eigentümer, Baufirmen, Handwerker und viele Gäste haben das Richtfest für die Kindertagesstätte auf dem Dach des Neuen Markts gefeiert. Dort hat die Stadt ab Februar Räumlichkeiten angemietet und sich damit bewusst gegen einen eigenen Bau entschieden. 48 Kinder werden in vier Krippengruppen in der exponierten Lage Platz finden. Bis zum Einzug wird auch die 480 Quadratmeter große Freispielfläche fertig sein – ein kleines Paradies in luftiger Höhe. Das „Wolkennest“ unter der Trägerschaft des BRK-Kreisverbands ist die erste Kinderbetreuungs-Einrichtung in der gesamten Oberpfalz, die in dieser Form und in dieser Höhe entstanden ist. Ähnliches hat in der Nachbarschaft nur die Stadt Nürnberg zu bieten, wo die Kinder auf „Wolke 7“, einem Parkhaus-Dach, untergebracht sind. In seinem Grußwort dankte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn der Baufirma Bögl und den Handwerkern für den innovativen Ansatz sowie die sehr gute und rasche Bauausführung. Sein Dank galt auch dem Centermanagement des Neuen Marktes, in dem die jüngste der Neumarkter Kitas untergebracht sein wird. Der Ort ist nach Meinung der Experten ein Glücksfall für die Stadt: „Mit der „Kita Neuer Markt“ schaffen wir genau dort Raum, wo er am meisten gebraucht wird: mitten im Herzen Neumarkts“, sagte Ochsenkühn. Der Oberbürgermeister erinnerte auch an die ersten Planungen. Anfangs habe es auch Skepsis gegeben. „Manche Eltern fragten sich, ob dieser Standort sicher ist – schließlich trägt man Verantwortung für das Wertvollste, was man hat.“ Doch die Stadt habe das getan, wofür sie da sei: die Sorgen der Menschen ernst genommen. Der OB wörtlich: „Wir konnten alle Bedenken ausräumen. Sicherheit steht hier an erster Stelle. Dieser Standort ist aber nicht nur sicher, er ist vorbildlich.“ Denn besonders reizvoll sei die praktische Anbindung: Eltern könnten über ausgewiesene Stellplätze in der Tiefgarage und den Aufzug ihre Kinder trockenen Fußes zur Kita bringen. „Das ist Innenstadt-Komfort für Familien – so wie wir ihn uns wünschen.“ Ochsenkühn erinnerte an den hohen Bedarf für die Kinderbetreuung in Neumarkt. Rund 400 Kita-Plätze benötige die Stadt insgesamt. „Mit der „Kita Neuer Markt“ und der künftigen „Kita Rotbuchenstraße“, die 2027 weitere vier Krippengruppen bieten wird, komme Neumarkt diesem Ziel nicht nur näher. Die Stadt nehme sogar Tempo auf. Mit den genannten Projekten schaffe sie moderne, zukunftsfähige Räume und komme so vor die Bedarfs-Welle. „Wir können also agieren, statt nur zu reagieren.“