Am Donnerstag, 5. März 2026 um 10.30 Uhr findet eine Kunstmatinee statt: Es wird der Film „Die Figuren des Heinrich Kirchner“ gezeigt und anschließende gibt es eine Kurzführung zum Umfeld der Münchner Bildhauerschule im Museum Lothar Fischer.
2013 hat Wolfgang Spring seinen lebendigen Film über das Werk von Heinrich Kirchner gedreht. Der Filmemacher schätzte den Künstler sehr, hat die Genese des Heinrich-Kirchner-Skulpturenwegs in Seeon-Seebruck und den Aufbau der Heinrich-Kirchner-Galerie miterlebt.
Noch bis 8. März zeigt das Museum die Ausstellung des Lehrers von Lothar Fischer: „Heinrich Kirchner – Vom Abbild zum Sinnbild“. In der Dokumentation werden Fragen nach der Machart der Bronzeplastiken des Künstlers aufgegriffen und ein Einblick in sein familiäres Umfeld gewährt. Zudem sind Aufnahmen Kirchners beeindruckender monumentaler Plastiken - sowohl im Chiemgau als auch in seinem Skulpturenpark am Erlanger Burgberg - zu sehen. Unter freiem Himmel aufgestellt erinnern sie sinnbildlich und zuversichtlich daran, achtsam mit der sie umgebenden Schöpfung zu sein.
Nach dem Film findet eine Kurzführung mit Ulrike Rathjen, Leiterin der Kunstvermittlung, statt. Thema wird die Münchner Bildhauerschule sein, aus deren Kontext Heinrich Kirchners Arbeit hervorgeht. Hermann Hahn, einst der Lehrer Heinrich Kirchners von 1924 bis 1932 an der Akademie der Bildenden Künste in München, schien die Entwicklung der Bildhauerei schon in den 1920er Jahren vorausgesehen zu haben: „Ich habe das Gefühl, in fünfzig Jahren gibt es keine Plastik mehr. Ich habe ein Auto am Ludwigsplatz gesehen, das hat eine ganz schöne Form gehabt. Ich habe das Gefühl, dass sich das Raumgefühl erschöpft“.
In der Kurzführung werden anhand der Exponate und der Ausstellungsgeschichte des Museums Entwicklungen und Möglichkeiten moderner Plastik besprochen.
Teilnahmegebühr 5 €, Anmeldung erbeten tel. unter 09181 510348 oder an info@museum-lothar-fischer.de