Kunstmatinee mit der Metallgießerin Nicola Kirchner im Museum Lothar Fischer

07. Januar 2026: Am Donnerstag, dem 15. Januar 2026 um 10.30 Uhr findet im Museum Lothar Fischer eine Kunstmatinee mit der Metallgießerin Nicola Kirchner statt.

Das Bronzegussverfahren des Bildhauers Heinrich Kirchner

Am Donnerstag, dem 15. Januar 2026 um 10.30 Uhr findet im Museum Lothar Fischer eine Kunstmatinee mit der Metallgießerin Nicola Kirchner statt.

In den späten 1950er-Jahren erwarb Fritz Kirchner, Sohn des Bildhauers und Münchner Akademieprofessors Heinrich Kirchner (*1902 Erlangen), ein bäuerliches Anwesen in Ascholding, südlich von München gelegen. Er baute Scheune und Stall zu einer Bronzegießerei um, so dass er dort Plastiken seines Vaters in Eigenregie herstellen konnte. In den Folgejahren nutzten auch Bildhauerkollegen Heinrich Kirchners die Möglichkeit, Bronzen in Ascholding anfertigen zu lassen. Aus einer Privatgießerei wurde mit den Jahren ein etablierter, angesehener Handwerksbetrieb.

1996 übergab Fritz Kirchner die Gießerei an seine Tochter Nicola Kirchner, ausgebildete Metallformerin und -gießerin, und Karl Schnappinger, als Meister eingetragen in die Handwerksrolle. Gemeinsam vereinfachten sie Arbeitsabläufe und modernisierten die Bronzegusswerkstatt.

Seit 2007 bietet Nicola Kirchner in der Gießerei regelmäßig im Sommer auch „WerkStattTage“ an. Die Teilnehmenden bekommen hier einen Einblick in die Technik des Bronzegusses im Wachsausschmelzverfahren, welche das Schaffen ihres Großvaters Heinrich Kirchner ab 1927 bis zu seinem Tod 1984 im Chiemgau wesentlich prägte.

Nicola Kirchner wird begleitend zur derzeitigen Sonderschau „Heinrich Kirchner - Vom Abbild zum Sinnbild“ im Museum Lothar Fischer sowohl die die Kunstgießerei Kirchner & Schnappinger vorstellen als auch anhand von unterschiedlichen Materialien und Bildbeispielen das uralte, handwerklich äußerst interessante Gussverfahren erläutern.

Teilnahmegebühr 5 €, um Anmeldung wird gebeten.