121 neue Wohnungen für Neumarkt: Freistaat investiert 40,7 Millionen Euro
In Neumarkt entsteht dringend benötigter neuer Wohnraum: Mit dem Spatenstich am Deininger Weg hat die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim den Startschuss für den Bau von 121 neuen Wohnungen gegeben. In fünf Gebäuden mit jeweils vier Geschossen entstehen Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen für Singles, Paare und Familien mit Kindern. Alle Wohnungen werden barrierefrei errichtet und verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse.
Das Projekt ist eines der größten Wohnungsbauvorhaben in der jüngeren Vergangenheit Neumarkts. Der Freistaat Bayern investiert insgesamt 40,7 Millionen Euro in das Vorhaben. Damit entsteht Wohnraum, der insbesondere Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen zugutekommen soll. Die Wohnungen bleiben aufgrund einer langfristigen Belegungsbindung dauerhaft für die soziale Wohnraumversorgung gesichert.
Beim offiziellen Spatenstich begrüßte BayernHeim-Geschäftsführer Fabian König den bayerischen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, den Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker, sowie Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn und Claudia Donhauser, die geschäftsführende Gesellschafterin der Gebr. Donhauser Bau GmbH & Co. KG aus Schwandorf.
Ein starkes Zeichen für die Stadt Neumarkt
Ein wesentlicher Baustein des Projekts ist die langfristige Bezahlbarkeit der Wohnungen. Die Mieten beginnen nach den aktuellen Planungen bei 6,20 Euro pro Quadratmeter. Voraussetzung für den Bezug ist ein Wohnberechtigungsschein.
„Bezahlbarer Wohnraum für alle ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben unserer Zeit. Denn ein gutes Zuhause ist die Grundlage für Lebensqualität, Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker beim Spatenstich. Mit dem Projekt in Neumarkt setze die BayernHeim ein starkes Zeichen für die Stadt und die gesamte Oberpfalz.
Füracker verwies zugleich auf die Bedeutung des Vorhabens über die einzelnen Wohnungen hinaus: „121 moderne, barrierefreie und nachhaltige Wohnungen entstehen für Singles, Paare und Familien mit Kindern. So schaffen wir langfristig bezahlbaren Wohnraum und 121 neue Lebensmittelpunkte in unserer Heimat.“
Nachhaltiges und lebenswertes Wohnquartier
Bauminister Christian Bernreiter betonte die Bedeutung des Projekts für die Wohnraumversorgung: „Bezahlbares Wohnen ist bei den Themen, die die Menschen bewegen, an erster Stelle.“ Die umfangreiche staatliche Unterstützung ermögliche es, in Neumarkt Wohnraum zu schaffen, der auch für Haushalte mit geringerem und mittlerem Einkommen erreichbar sei.
Bernreiter lobte zugleich die architektonische und städtebauliche Konzeption des Vorhabens. Die unterschiedlichen Gebäude und Erschließungsformen trügen dazu bei, ein attraktives Wohnumfeld zu schaffen.
Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn bezeichnete den Spatenstich als wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung der Stadt. „Heute ist ein guter Tag für die Stadt Neumarkt. Denn mit dem Spatenstich setzen wir nicht nur den Startpunkt für ein neues Bauprojekt von BayernHeim. Wir schaffen vor allem eines: neuen, bezahlbaren Wohnraum für die Menschen in unserer Stadt.“ Die 121 Wohnungen seien ein wichtiges Signal für die Zukunft Neumarkts. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sei eine der zentralen Aufgaben der Stadtentwicklung.
„Eine Wohnung bedeutet Sicherheit, Heimat und die Möglichkeit, das eigene Leben selbstbestimmt zu gestalten“, sagte Ochsenkühn. Mit den geförderten Wohnungen entstünden konkrete Perspektiven für Familien, Alleinerziehende, Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit mittleren Einkommen.
Der Oberbürgermeister dankte dem Freistaat und insbesondere den beiden Staatsministern Bernreiter und Füracker für die Unterstützung des Projekts. Zugleich hob er die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, Freistaat und den beteiligten Projektpartnern hervor.
Hohe Qualität des neuen Wohnquartiers
Neben der Bezahlbarkeit spielt auch die Qualität des neuen Wohnquartiers eine wichtige Rolle. Die Gebäude werden in Holz-Hybridbauweise und im KfW-55-Standard errichtet. Zwischen den einzelnen Häusern entstehen Freiflächen, die Raum für Begegnung schaffen. Unterschiedliche Erschließungslösungen wie Laubengänge und offene Treppenhäuser sollen die Gebäude auflockern und dem Quartier eine abwechslungsreiche Struktur geben. Die fünf Baukörper bilden keinen großen, geschlossenen Komplex. Damit wird auch auf die Anforderungen des Umfelds und der angrenzenden Nachbarschaft Rücksicht genommen.
Mehrjährige Vorbereitung
Dem Spatenstich ging eine mehrjährige Planungs- und Abstimmungsphase voraus. Die ersten Gespräche zwischen der Stadt und der BayernHeim wurden vor rund drei Jahren aufgenommen. Im Februar 2024 wurde der Vertrag unterzeichnet. Im November 2025 stimmte der Stadtrat den Bauplänen zu.
Ochsenkühn dankte auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung für die Begleitung des Vorhabens. Besonders hob er Rechtsdirektor Andreas Werner, Leitenden Verwaltungsdirektor Linus Sklenarz und Stadtbaumeister Matthias Seemann sowie deren Teams hervor. Auch dem Stadtrat galt sein Dank für die fraktionsübergreifende Unterstützung.
„Die Fertigstellung der Wohnanlage ist nach derzeitiger Planung für das dritte Quartal 2028 vorgesehen.