Grünes Licht für ein zukunftsweisendes Projekt: Mit dem offiziellen Spatenstich hat die Neugestaltung der Freianlagen des Donauer-Kinderhauses begonnen. Nach einer genau 363-tägigen Planungsphase seit dem Kick-off am 31. Juli 2025 wird die Außenanlage der größten Kindertageseinrichtung der Stadt nun umfassend modernisiert und an die heutigen Bedürfnisse angepasst.
Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn zeigte sich erfreut über den Baubeginn und betonte, dass hier ein echtes Paradies für Kinder entstehe. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich laut Kostenberechnung auf 868.734,18 Euro inklusive Nebenkosten. Ochsenkühn sagte, dass die Maßnahme jeden Cent wert sei. Die Kinder könnten sich auf ihr neues Paradies freuen. Finanziell greifen der Stadt dabei starke Partner unter die Arme, denn das Projekt wird zu etwa 35 Prozent aus Mitteln des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes sowie aus weiteren Mitteln des Freistaats Bayern gefördert.
Eigener Bereich für jede Gruppe
Der städtische Projektleiter Lutz Worthmann bedankte sich beim ausführenden Planungsbüro Lichtgrün aus Regensburg für die hervorragende Zusammenarbeit. Er freute sich besonders darüber, dass künftig für jede Gruppe eigene Bereiche geschaffen werden und mit dem Projekt das Prinzip der Schwammstadt konsequent zur Umsetzung kommt.
Landschaftsarchitektin Ruth Fehrmann vom Planungsbüro Lichtgrün erläuterte die planerischen Hintergründe. Seit der Eröffnung im Jahr 1993 und der inzwischen 33-jährigen Nutzung wurde das Kinderhaus, die größe Kita in der Stadt, zwar mehrfach erweitert, die Freianlagen wurden jedoch nie nennenswert an die gestiegene Kinderzahl angepasst. Dies führte im Laufe der Zeit zu einer zerstückelten Gartenfläche ohne klare Gliederung und ohne direkte Anbindung an die Innenräume.
Spielbereiche und Bobbycar-Bahn
Die Neugestaltung setzt daher an verschiedenen Schlüsselstellen an, um die Aufenthaltsqualität und die Spielfunktionen im Sinne des pädagogischen Konzepts spürbar zu verbessern. So entstehen unterschiedliche, dem jeweiligen Nutzeralter und der Gruppengröße angepasste Spielbereiche, eine neue Bobbycar-Bahn sowie einheitlich gestaltete Sitzgelegenheiten für Kinder, Erzieherinnen, Erzieher und Eltern. Ein neues Nebengebäude mit Überdachung bietet künftig geordneten Platz für Müll, Kinderwägen und Spielgeräte. Für ein angenehmes Mikroklima sorgen neu gepflanzte Bäume, Sonnensegel sowie eine naturnahe Bepflanzung mit Stauden, Wildblumen und Naschhecken.
Lokale Versicherung des Wassers
Ein zentraler gestalterischer Leitgedanke ist das nachhaltige Regenwassermanagement unter dem Motto „Der Weg des Wassers“. Während das Niederschlagswasser bislang vollständig in die Kanalisation abgeleitet wurde, setzt die Anlage künftig auf lokale Versickerung und Rückhaltung direkt auf dem Grundstück. Als optisches und funktionales Highlight dient dabei eine neu geschaffene Flussbett-Mulde. Sie fungiert bei Starkregen als Retentionsraum zur Entlastung des Kanalnetzes und bietet den Kindern im Alltag einen abwechslungsreichen Spielbereich, über den das Thema Wasser lehrreich in den Einrichtungsalltag integriert wird.