Fast jeder fünfte Einwohner nutzt das Angebot – knapp 400.000 Ausleihen und ein vielfältiges Medienangebot machen die Stadtbibliothek Neumarkt zum Spitzenreiter im bayernweiten Vergleich. Mit einem Bibliotheksfest feiert die Stadt diesen Erfolg und sagt Danke an alle, die ihn möglich machen.
Ein Grund zum Feiern: Die Stadtbibliothek Neumarkt hat im bayernweiten Bibliotheks-Ranking den ersten Platz erreicht. Im Vergleich der Kommunen mit 30.000 bis 50.000 Einwohnern setzte sich Neumarkt gegen 18 andere Städte durch. „Wir möchten dieses Fest nutzen, um einfach Danke zu sagen“, betonte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn.
Wie erfolgreich die Stadtbibliothek arbeitet, zeigen die Zahlen aus dem Jahr 2025. Insgesamt wurden 399.718 Medien ausgeliehen. Mit 9,52 Ausleihen pro Einwohner erzielte Neumarkt im Ranking den höchsten Wert seiner Vergleichsgruppe. Fast 20 Prozent der Stadtbevölkerung nutzen das Angebot regelmäßig – konkret sind es 19,17 Prozent.
Auch die Besucherzahlen unterstreichen die Bedeutung der Einrichtung: Im vergangenen Jahr kamen insgesamt 92.271 Menschen in die Bibliothek. Das entspricht durchschnittlich rund 7.690 Besuchen pro Monat oder 374 pro Öffnungstag.
„Wir haben bayernweit die meisten aktiven Leserinnen und Leser in unserer Größenklasse“, freute sich der Oberbürgermeister. Diese große Nachfrage sei ein eindrucksvoller Beleg dafür, welchen Stellenwert die Bibliothek für die Stadtgesellschaft habe.
Ein vielfältiges Medienangebot – vor Ort und digital
Damit der Lesestoff nicht ausgeht, investiert die Stadtbibliothek kontinuierlich in ihr Angebot. Rund 100.000 Euro flossen im Jahr 2025 in die Anschaffung neuer Medien. Bei den Erwerbungsausgaben belegte Neumarkt damit den zweiten Platz hinter der Regionalbibliothek Weiden. Bei den Gesamtausgaben für die Bibliothek lag die Stadt auf Platz sieben. Für Ochsenkühn zeigt das: Das hervorragende Ergebnis wird mit einem effizienten Einsatz der vorhandenen Mittel erreicht.
Vor Ort stehen 61.598 Medien zur Verfügung – darunter Bücher und weitere Angebote. Hinzu kommen 37.361 digitale Medien, die über den Verbund mit anderen Bibliotheken zugänglich sind. Wie selbstverständlich das digitale Angebot inzwischen genutzt wird, zeigt die Statistik der Onleihe: 67.546 E-Medien wurden 2025 ausgeliehen. 975 Menschen nutzten ausschließlich dieses digitale Angebot.
Die Bibliothek verbindet damit klassische Ausleihe und moderne Mediennutzung. Neue Selbstverbuchungsterminals, die seit Ende August den Ausleih- und Rückgabeprozess erleichtern, ergänzen das Serviceangebot. Sie helfen, Wartezeiten zu vermeiden, und werden von jüngeren wie älteren Besucherinnen und Besuchern gut angenommen.
Mehr als Bücher: ein Treffpunkt für alle Generationen
Die Stadtbibliothek ist längst mehr als ein Ort, an dem Bücher ausgeliehen werden. Sie ist Treffpunkt, Lernort und Arbeitsplatz – und ein Ort, an dem Menschen unabhängig von Alter und Hintergrund willkommen sind. Ein wichtiger Beitrag dazu ist der kostenlose Bibliotheksausweis ohne Jahresgebühr. Er ermöglicht allen Bürgerinnen und Bürgern einen unkomplizierten Zugang zu Wissen, Bildung und Unterhaltung.
Auch die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen spielt eine zentrale Rolle. Rund 35 Kooperationspartner aus Bildung, Kultur, Freizeit und Sozialem arbeiten mit der Bibliothek zusammen. Dazu zählen Kindertagesstätten, Grund- und weiterführende Schulen, das Museum Lothar Fischer, der Tourismusverband, das Mehrgenerationenhaus, Altenheime und das Schlossbad.
Das Spektrum reicht von Bibliotheksführungen und Angeboten für Schulanfänger über Recherchetrainings und Workshops bis hin zu Lesungen und kreativen Veranstaltungen. So begleitet die Bibliothek Menschen durch unterschiedliche Lebensphasen und stärkt zugleich Bildung, kulturelle Teilhabe und Begegnung in Neumarkt.
Ein starkes Team hinter dem Erfolg
Dass die Stadtbibliothek heute zu den besten Einrichtungen ihrer Größenklasse in Bayern zählt, ist auch das Verdienst ihrer Mitarbeitenden. 13 Beschäftigte kümmern sich um Medien, Beratung, Veranstaltungen, Kooperationen und einen serviceorientierten Betrieb.
Oberbürgermeister Ochsenkühn würdigte ausdrücklich die Arbeit der Bibliotheksleiterin Friederike Ostermayer und ihres gesamten Teams. Mit Fachkompetenz, Engagement und Gastfreundschaft machten sie die Bibliothek zu einem Ort, an dem sich die Menschen gerne aufhalten und immer wieder Neues entdecken können. Der erste Platz im bayernweiten Ranking, sagte Ochsenkühn, sei nicht nur eine Auszeichnung für gute Kennzahlen. Er stehe auch für ein lebendiges kulturelles Angebot, für verlässliche Bildungsarbeit und für eine Einrichtung, die in der Stadtgesellschaft fest verankert ist.