Herzlich und von großer Verbundenheit geprägt war der Empfang der Delegation der Betriebssportgemeinschaft Mistelbach im Neumarkter Rathaus. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn begrüßte die Gäste aus der österreichischen Partnerstadt und würdigte insbesondere Friedrich „Fritz“ Meixner, Ehrenobmann der Betriebssportgemeinschaft Mistelbach. Als sichtbares Zeichen der Wertschätzung durfte sich Meixner in das Goldene Buch der Stadt Neumarkt eintragen.
Die Städtepartnerschaft zwischen Neumarkt und Mistelbach wurde 1983 durch den damaligen Mistelbacher Bürgermeister Mag. Edmund Freibauer und den damaligen Neumarkter Oberbürgermeister Kurt Romstöck begründet. Was damals als offizieller Grundstein gelegt wurde, entwickelte sich in den vergangenen mehr als 40 Jahren zu einer tiefen und lebendigen Freundschaft.
„Aus diesem Grundstein ist über die Jahrzehnte eine echte, von vielen Menschen getragene Verbindung gewachsen“, betonte Ochsenkühn. Es seien nicht nur Begegnungen zwischen zwei Städten entstanden, sondern persönliche Beziehungen, gemeinsame Erinnerungen und Freundschaften, die bis in die Familien hineinreichen.
Eine herausragende Rolle beim Aufbau dieser Verbindung spielte Friedrich Meixner. Bereits 1984 kam er nach Neumarkt. Bei diesem Besuch entstand der erste Kontakt zum damaligen Rechtsrat und späteren Oberbürgermeister Alois Karl.
Ein Gegenbesuch durch Sportstadtrat Uli Maurer und Richard Kohler folgte. Die persönlichen Begegnungen trugen dazu bei, die Freundschaft zu festigen und weiter auszubauen. Dabei wurde die Verbindung von Alois Karl stets mit großem Engagement unterstützt. Wie eng die Beziehungen wurden, zeigt auch ein besonderer persönlicher Besuch: Alois Karl reiste zu Friedrich Meixners 80. Geburtstag nach Mistelbach.
„Fritz Meixner war ein Brückenbauer von der ersten Stunde an“, würdigte Oberbürgermeister Ochsenkühn dessen Verdienste. Meixner gehört zu den Mitbegründern der Betriebssportgemeinschaft Mistelbach, die am 3. März 1977 gemeinsam mit BG Edmund Freibauer und Gemeinderat Franz Macher ins Leben gerufen wurde. 17 Jahre lang führte er die Gemeinschaft als Obmann. Seit 1994 ist er deren Ehrenobmann. Heute steht Ludwig Sünder an der Spitze der Betriebssportgemeinschaft.
Ab 1985 fanden in Neumarkt auf dem Sportgelände am Wolfstein regelmäßig Freundschaftsspiele statt. Alle zwei Jahre kamen die Sportlerinnen und Sportler aus Mistelbach nach Neumarkt. Die Plätze waren gut gefüllt, die Stimmung herzlich und ausgelassen. Aus sportlichen Begegnungen wurden im Laufe der Zeit vertraute Treffen, auf die sich die Menschen auf beiden Seiten immer wieder freuten.
Die Wolfsteiner Rudi Dörmann, Sepp Niebler und Hans Bradl halfen dabei, die gegenseitigen Besuche weiter auszubauen. So wuchs aus einer Städtepartnerschaft eine Verbindung, die auch abseits offizieller Termine Bestand hatte und bis heute fortlebt.
Für sein jahrzehntelanges Engagement und seinen persönlichen Einsatz für die Freundschaft zwischen Neumarkt und Mistelbach sprach Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn Fritz Meixner seinen tief empfundenen Dank aus.
„Es ist mir eine große Freude und Auszeichnung, Sie, lieber Herr Meixner, zu bitten, sich in das Goldene Buch der Stadt Neumarkt einzutragen“, sagte Ochsenkühn. Die Eintragung sei mehr als ein formeller Akt: Sie sei ein dauerhaftes Zeichen der Anerkennung und halte Meixners außergewöhnlichen Beitrag zur Verbundenheit beider Städte in der Geschichte Neumarkts fest.
Zum Abschluss dankte der Oberbürgermeister allen, die diese Freundschaft seit Jahrzehnten mit Leben füllen. „Die Verbindung zwischen Neumarkt und Mistelbach soll auch in Zukunft so lebendig bleiben wie bisher“, betonte er.
Unter dem tobenden Applaus der Anwesenden trug sich Friedrich „Fritz“ Meixner anschließend sichtlich gerührt als Zeichen einer Freundschaft, die vor mehr als 40 Jahren begann, über Generationen hinweg gewachsen ist und bis heute die Menschen miteinander verbindet, in das Goldene Buch der Stadt Neumarkt ein.