Junge Menschen gestalten ihre Stadt: Graffitis in der Stadtbibliothek
Die „Gaming Area“ der Stadtbibliothek Neumarkt bietet jungen Menschen die Möglichkeit, die Bibliothek kennenzulernen und verschiedene Computerspiele auszuprobieren, ohne dafür hohe Kosten aufbringen zu müssen. Der Bereich ist mit zwei Konsolen – einer PlayStation 5 und einer Nintendo Switch – ausgestattet. Auf Wunsch des Bibliotheksteams soll die Spielezone künftig optisch stärker hervorgehoben werden. Daher wurde Kontakt mit dem städtischen Jugendbüro aufgenommen. Rasch zeigte sich, dass eine Gestaltung durch Jugendliche selbst die sinnvollste Lösung ist. Gleichzeitig stellte sich die Frage, wie ein denkmalgeschütztes Gebäude behutsam weiterentwickelt werden kann. Das lichtdurchflutete Gebäude des Architekten Franz Xaver Heid wurde 1973 als erster Bibliotheksneubau Bayerns nach dem Zweiten Weltkrieg bezogen.
Friederike Ostermeier (Bibliotheksleitung), Tanja Ehrensperger (stellvertretende Bibliotheksleitung) und Christiane Lischka‑Seitz (Kunsthistorikerin und Kunstpädagogin im Jugendbüro) sprachen sich daher für eine flexible und temporär veränderbare Gestaltung aus, die nicht in die bestehende Raumstruktur eingreift. Gemeinsam organisierten sie einen zweitägigen Workshop in den Sommerferien. Nach einer Einführung in der Bibliothek und einer Ideensammlung gestalteten zwölf Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren unter fachkundiger Anleitung von „Soma“ vier Bauzaunbanner, die in Kürze die Spielezone der Stadtbibliothek schmücken werden.