Nach extremem Wintereinsatz: Oberbürgermeister Ochsenkühn dankt dem Neumarkter Bauhof-Team für außerordentliches Engagement
Ein harter Winter mit langanhaltenden Frostperioden und überdurchschnittlichen Schneefällen liegt hinter der Stadt Neumarkt. Jetzt zogen die Verantwortlichen der Stadtverwaltung Bilanz über einen Winterdienst, der das gesamte Team des städtischen Bauhofs über Monate hinweg an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gebracht hat.
„Der Winter hat uns alles abverlangt“, betonte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn. „Ich möchte mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauhofs ausdrücklich für ihren unermüdlichen und professionellen Einsatz bedanken. Ob mitten in der Nacht, an Wochenenden oder Feiertagen – unser Team war zur Stelle, um die Sicherheit auf den Neumarkter Straßen und Gehwegen zu gewährleisten. Diese Leistung verdient unseren höchsten Respekt und unsere volle Anerkennung.“
Deutlicher Anstieg bei Materialverbrauch und Kosten
Die statistischen Daten verdeutlichen die Intensität des vergangenen Winters im Vergleich zum deutlich milderen Vorjahr. So wurden in der abgelaufenen Saison insgesamt 1500 Tonnen Streusalz und 270 Tonnen Split verbraucht (im Vergleich zu 1100 Tonnen Salz und 200 Tonnen Split im Vorjahr). Die Gesamtkosten für den Winterdienst beliefen sich auf 1.268.984 Euro, während sie im Vorjahr noch bei 837.246 Euro lagen. Die Stadt Neumarkt kalkuliert hierbei mit einem jährlichen Vorrat von etwa 2000 Tonnen Salz.
Herausforderungen im Einsatzalltag
Hinter den Zahlen verbirgt sich ein enormer logistischer Aufwand. Bei winterlichen Verhältnissen startete die Räum-Schicht des städtischen Bauhofs – bestehend aus 49 Mitarbeitern – regelmäßig bereits um 2.30 Uhr morgens. Insgesamt 19 Räumfahrzeuge sowie fünf Fahrzeuge für die Handtrupps und drei Spezialfahrzeuge für Bushaltestellen deckten dabei ein maschinell zu reinigendes Streckennetz von rund 350 Kilometern (hin und zurück) ab. Die Einsätze dauerten in Spitzenzeiten täglich bis 21 Uhr an.
Die Priorisierung folgte dabei einem klaren Plan: Zunächst wurden die Hauptverkehrsstraßen, Geh- und Radwege sowie Bushaltestellen von Schnee und Eis befreit. Die anschließende Räumung der Nebenstraßen gestaltete sich aufgrund parkender Fahrzeuge oft langwierig und komplex. „Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis, wenn durch die Räumfahrzeuge Schneewälle entstehen oder Zufahrten zeitweise blockiert werden – dies ist in engen Straßenzügen leider oft unvermeidbar“, sagte Bauhof-Chef Richard Willjung. Ergänzend zum Winterdienst auf den Straßen waren zudem die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei im Dauereinsatz, um durch Schneebruch entstandene Gefahrenstellen im Stadtgebiet zu beseitigen.