Mit neuer Sicht auf das „Alter“ geblickt beim Europäischen Filmfestival der Generationen

13. Oktober 2026: Als Senior noch einmal die Büchertasche schultern, um in der Schule „richtig“ lesen und schreiben zu lernen? Oder sich als 70-jährige Frau auf die Suche nach einem Partner begeben? Das Europäische Filmfestival der Generationen, das in diesem Jahr deutschlandweit bereits zum 17. Mal stattfindet, bringt mit seinen nationalen und internationalen Filmen solche Themen auf die Leinwand. Zum fünften Mal in Folge beteiligte sich das Bürgerhaus an dem Festival und lud erneut zu gemeinsamen Filmvorführungen und Gesprächen ein.

Als Senior noch einmal die Büchertasche schultern, um in der Schule „richtig“ lesen und schreiben zu lernen? Oder sich als 70-jährige Frau auf die Suche nach einem Partner begeben?

Das Europäische Filmfestival der Generationen, das in diesem Jahr deutschlandweit bereits zum 17. Mal stattfindet, bringt mit seinen nationalen und internationalen Filmen solche Themen auf die Leinwand. Zum fünften Mal in Folge beteiligte sich das Bürgerhaus an dem Festival und lud erneut zu gemeinsamen Filmvorführungen und Gesprächen ein.

Mit dem französischen Spielfilm „Es sind die kleinen Dinge“ konnten das Mehrgenerationenhaus Neumarkt und der städtische Seniorenbeirat rund 40 Seniorinnen und Senioren begeistern, wie der spontane Beifall am Ende der Vorführung zeigte. Dass der 65-jährige Émile im Film weder lesen noch schreiben kann, also Analphabet ist, sorgte bei vielen Gästen für Erstaunen. Ebenso die Tatsache, dass auch in Deutschland 12,1 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben können. Unterstützung bietet in Deutschland das kostenlose „Alpha-Telefon“, das unter der Rufnummer 0800 53 33 44 55 erreichbar ist.

Um Liebe im Alter, den Mut zu Neuanfängen und das bewusste Nutzen des Augenblicks ging es im iranischen Film „Ein kleines Stück vom Kuchen“, den ein generationenübergreifendes Publikum mit großem Interesse verfolgte. Der Film war zugleich ein Programmpunkt der Interkulturellen Woche und schloss zeitlich an die Veranstaltungsreihe „Land und Leute“ an, die den Iran aus historischer und kultureller Perspektive beleuchtet hatte.

Für die anschließende Gesprächsrunde war eine junge engagierte Iranerin eingeladen, die ausgewählte Szenen des Films näher erläuterte und Einblicke in die gesellschaftlichen Hintergründe gab. Dass sich am Ende der Veranstaltung zahlreiche Gäste persönlich bei ihr bedankten, ihr alles Gute wünschten oder von eigenen Reiseerlebnissen und der Gastfreundschaft im Iran berichteten, freute besonders Antje Neumann vom Mehrgenerationenhaus, die die Veranstaltung leitete.

Denn eine offene und tolerante Gesellschaft lebt von den alltäglichen Begegnungen und dem Miteinander der Kulturen. Dafür setzt sich das Team von Bürgerhaus und Bürgerzentrum täglich in seiner Arbeit ein.