1,3 Millionen Euro für die Sicherheit: Pöllinger Feuerwehrgerätehaus eingeweiht
Ein Meilenstein für den Brandschutz und die Sicherheit im Neumarkter Stadtteil Pölling ist offiziell besiegelt worden. Mit der feierlichen Einweihung des modernisierten und erweiterten Feuerwehrgerätehauses ging ein Großprojekt zu Ende, in das die Stadt Neumarkt rund 1,3 Millionen Euro investiert hat. Neben zahlreichen Gästen aus der Politik, unter anderem stellvertretender Landrat Josef Bauer, wohnten auch die Feuerwehrführungsspitze des Landkreises, vertreten durch Kreisbrandrat Jürgen Pohl, sowie zahlreiche Feuerwehrleute und Bürgerinnen und Bürger dem Festakt bei.
Schluss mit der drangvollen Enge
Der Umbau war dringend notwendig. Wie Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn in seiner Festrede betonte, basierte die Investition auf dem im Jahr 2015 beschlossenen Feuerwehrbedarfsplan der Stadt. Zwar wurde die Ausrüstung der Stadtteilwehren in den vergangenen Jahren kontinuierlich modernisiert – unter anderem durch ein neues Mittleres Löschfahrzeug (MLF) für Pölling –, doch die bauliche Infrastruktur hielt mit dieser Entwicklung nicht überall Schritt.
Zuletzt teilten sich die mehr als 60 aktiven Einsatzkräfte und 15 Jugendlichen in Pölling gerade einmal 42 Spinde in einer völlig überfüllten Fahrzeughalle. „Es war eng, es war unpraktisch und es entsprach nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Dienstbetrieb“, sagte Ochsenkühn.
Moderne Standards gesetzt
Nach der Planungsphase ab 2022 und dem Baubeginn im Sommer 2024 präsentiert sich das Gebäude aus dem Jahr 1970 nun in neuem Glanz. Die Fahrzeughalle wurde erweitert, aufgestockt und kernsaniert. Ein neuer Anbau im hinteren Bereich sorgt für den nötigen Stauraum. Besonderes Augenmerk wurde auf moderne Sicherheits- und Hygienestandards gelegt: So wurde eine strikte „Schwarz-Weiß-Trennung“ realisiert, um kontaminierte Einsatzkleidung konsequent von der Privatkleidung fernzuhalten. Zudem wurden neue Duschen und separate Umkleideräume für Feuerwehrfrauen und -männer geschaffen.
Lob für Flexibilität und ehrenamtlichen Einsatz
Der Oberbürgermeister dankte der Pöllinger Wehr, allen voran dem Vorsitzenden Martin Ochsenkühn und Kommandant Marcus Mertl, für das Durchhaltevermögen während der Bauphase. Der Umbau fand bei laufendem Dienstbetrieb statt, was den Kräften erhebliche Improvisation und Flexibilität abverlangte.
Gleichzeitig nutzte der Oberbürgermeister den Anlass für ein grundsätzliches Plädoyer für das Ehrenamt. Da bundesweit über 95 Prozent aller Feuerwehrleute freiwillig Dienst tun, hänge die gesamte Daseinsvorsorge vom Engagement der Bürger ab. Ob Brände, schwere Verkehrsunfälle oder Unwetterkatastrophen – die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr sei das Fundament der städtischen Sicherheit.
„Sie sind die Helden, auf die Neumarkt stolz sein darf“, betonte Ochsenkühn, der in seinen Dank ausdrücklich auch die Familien und Partner der Feuerwehrkräfte einschloss. Das modernisierte Gerätehaus solle nun ein Ort der starken Kameradschaft sein, von dem alle Aktiven stets wohlbehalten aus ihren Einsätzen zurückkehren.