Die Stadt Neumarkt investiert kräftig in den Ausbau der lokalen Kinderbetreuung. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn hat gemeinsam mit Vertretern der am Bau beteiligten Firmen sowie den Projektverantwortlichen den offiziellen Spatenstich für den Neubau der Kindertagesstätte an der Rotbuchenstraße gesetzt. Im Ortsteil Woffenbach entsteht bis zum Dezember 2027 eine hochmoderne, naturnahe Einrichtung, die künftig 123 Kindern viel Raum zum Spielen, Lernen und Entdecken bieten wird.
„Mit dem Neubau an der Rotbuchenstraße setzen wir ein starkes Zeichen für die Familien in unserer Stadt“, betont Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn. „Wir schaffen hier nicht nur dringend benötigte Betreuungsplätze, sondern realisieren ein Projekt, das in puncto Nachhaltigkeit, Architektur und pädagogischem Raumkonzept absolut zukunftsweisend ist.“
Architektur im Einklang mit der Natur
Das neue Gebäude entsteht in unmittelbarer Nähe zu den Jurahallen auf einem 1387 Quadratmeter großen Grundstück, das im Zuge der Neuordnung der Rotbuchenstraße geschaffen wurde. Der Entwurf des Architekturbüros Berschneider (Projektleitung: Marcel Schmidt und Nicole Feßlmeier) stellt den Bezug zur Natur in den Mittelpunkt. Ein wertvoller, alter Baumbestand bleibt auf der Ostseite erhalten. Er wird den großzügigen Gartenbereich prägen und den Kindern im Sommer natürlichen Schatten spenden.
Um den Neubau harmonisch in das Umfeld einzufügen, entwickelten die Architekten einen langgestreckten Baukörper entlang der Rotbuchenstraße. Durch das Zusammenspiel mehrerer unterschiedlich hoher Gebäudeteile wird die Gesamtlänge optisch in kleinere, kindgerechte Einheiten – sogenannte „Häuser“ – aufgelöst. Ein markanter, zweigeschossiger Kopfbau im Norden formuliert die klare Adresse der Kita und orientiert sich zu den angrenzenden Fuß- und Radwegen.
Ein Ort mit eigener Identität
Im Innenbereich der rund 1081 Quadratmeter großen Nutzfläche entstehen geschützte, überschaubare Bereiche für die Kinderkrippe und den Kindergarten. Beide Bereiche verfügen über eine eigene Identität, nutzen jedoch zentrale Gemeinschaftsflächen wie den großzügigen Eingangsbereich, den Mehrzweckraum und verschiedene Aufenthaltszonen gemeinsam.
Die Grundrissorganisation vermittelt eine familiäre Atmosphäre und erleichtert den Kindern die Orientierung. Großzügige Verglasungen öffnen die Gruppenräume zum Garten hin. Das wechselnde Spiel der Jahreszeiten wird so zum festen Teil des Alltags. Eine zurückhaltende Material- und Farbgestaltung sowie maßgefertigte Holzeinbauten sorgen für eine ruhige, behagliche Umgebung mit hoher Aufenthaltsqualität.
Nachhaltiges Gebäudekonzept
Auch ökologisch setzt das Projekt Maßstäbe: Die Kindertagesstätte wird in nachhaltiger Holzständerbauweise errichtet. Die hinterlüftete Holzfassade aus lasierter Lärchenschalung greift in verschiedenen Grüntönen die Farben des umgebenden Baumbestands auf.
Für einen ressourcenschonenden Betrieb sorgen unter anderem:
- begrünte Retentionsdächer zur Regenwasserrückhaltung und Verbesserung des Mikroklimas.
- eine leistungsstarke Photovoltaikanlage auf dem Dach.
- eine umweltfreundliche Beheizung mittels Wärmepumpe.
- ein durchdachtes Lüftungskonzept mit natürlicher Fensterlüftung, das den Energiebedarf senkt und ein optimales Raumklima garantiert.
Besonderes Augenmerk wurde zudem auf die Barrierefreiheit im gesamten Gebäude sowie auf eine optimierte Raumakustik gelegt.
Die Projektbeteiligten:
- Architektur + Innenarchitektur: Berschneider + Berschneider
- Landschaftsarchitektur: Leinhäupl + Neuber GmbH, Landshut
- Statik: Lerzer ING+Plan
- Heizung, Lüftung, Sanitär: Planungsbüro Schießl GmbH
- Technische Gebäudeausrüstung: ZDPlan GmbH, Maxhütte-Haidhof