Gedenken in der Klostergasse - Stolpersteine für 8 Nazi-Opfer

26. Mai 2026: Am Pfingstsamstag verlegte der Künstler Gunter Demnig unter den Augen von Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn und vieler Neumarkterinnen und Neumarkter acht weitere Stolpersteine für die Neumarkter Kaufmannsfamilie Fischmann. Sie wurden an der Ecke Klostergasse/Kastengasse in der Altstadt verlegt – dort, wo die Familie ihren letzten freiwilligen Wohnsitz hatte, bevor sie in die Konzentrationslager Buchenwald, Theresienstadt und Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.

Die „Initiative Stolpersteine für Neumarkt und Sulzbürg“ um Prof. Heide Inhetveen engagiert sich seit 2015 für die Verlegung von Stolpersteinen im öffentlichen Raum, um die Erinnerung an die jüdische Geschichte der Region und an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors lebendig zu halten.

Am Pfingstsamstag verlegte der Künstler Gunter Demnig unter den Augen von Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn und vieler Neumarkterinnen und Neumarkter acht weitere Stolpersteine für die Neumarkter Kaufmannsfamilie Fischmann. Sie wurden an der Ecke Klostergasse/Kastengasse in der Altstadt verlegt – dort, wo die Familie ihren letzten freiwilligen Wohnsitz hatte, bevor sie in die Konzentrationslager Buchenwald, Theresienstadt und Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.

Stadtarchivar Dr. Frank Präger, Thomas Maerx aus Altdorf und Prof. Heide Inhetveen trugen die Biografien der Familienmitglieder vor. Nur Peter Fischmann, der jüngste Sohn, überlebte. Seine Tochter Judith und seine Enkelin waren zur Verlegung der Stolpersteine nach Neumarkt gekommen.

„Heute leben Enkel und Urenkel, die das Erbe der Familie bewahren, die forschen und die Zukunft gestalten, die sich einbringen in ihr Land. Das Licht des Lebens war stärker als die Vernichtung“, sagte Dekanin Christiane Murner, die gemeinsam mit Christian Schrödl für die christlichen Konfessionen anwesend war.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Melissa Hüttner und Daniéle Wittl, die nachdenkliche Stücke spielten – vom hebräischen Hevenu Shalom Alechem („wir bringen euch Frieden“) bis zum 1940 komponierten jiddischen Donna Donna – auf Akkordeon und Klarinette.

 

Fotos: Josef Wittmann