Die Stadt Neumarkt hat am Mittwoch das Programm für das 34. Altstadtfest vom 12. bis 14. Juni vorgestellt und setzt dabei erneut auf eine Mischung aus Bewährtem und neuen Impulsen. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn gab gemeinsam mit den Organisatorinnen aus dem Kulturamt Barbara Leicht und Sophie Barth Einblicke in das vielfältige Angebot.
„Das Altstadtfest ist ein wichtiger sozialer und kultureller Beitrag für unsere Stadt und stärkt den Zusammenhalt in der Gesellschaft“, betonte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn bei der Programmvorstellung. Besonders hob er hervor, dass das Fest bewusst ein breites Publikum anspricht. „Wir setzen auf eine Mischung aus Tradition und neuen Ideen. Vom bewährten Musikprogramm bis hin zu neuen Formaten wie einem Schafkopfrennen ist alles dabei.“ Die konstant hohen Besucherzahlen bestätigen ihm zufolge das Konzept eines „gemütlichen Festes“, das weit über die Region hinaus Gäste anzieht.
Kulturamtsleiterin Barbara Leicht unterstrich die kulturelle Dimension des Festes. „Das Bühnenprogramm wird in diesem Jahr noch einmal erweitert, gleichzeitig wächst auch das Kulturangebot deutlich“, erklärte Leicht. So beteiligen sich beispielsweise auch die Kirchen mit besonderen Aktionen wie einer Turmbesteigung im Münster, während der Kunstkreis Jura an diesem Wochenende gleich drei Ausstellungen präsentiert.
Gleichzeitig machte Leicht auch auf den organisatorischen und finanziellen Aufwand aufmerksam: „Das Altstadtfest bedeutet für die Stadt ein erhebliches Engagement.“ Rund 300.000 Euro investiert die Kommune jährlich, etwa für Sicherheitsmaßnahmen, Infrastruktur und den Einsatz des Bauhofs, der unter anderem für den Auf- & Abbau, die nötige Infrastruktur wie etwa die Stromversorgung und auch die nächtliche Reinigung sorgt. Externe Dienstleister werden bewusst nur punktuell eingesetzt, etwa für Sicherheitsdienste und Veranstaltungstechnik. Die Standgebühren seien dabei seit über 20 Jahren stabil. „Der Aufenthalt auf dem Fest ist für alle Besucherinnen und Besucher kostenlos. Lediglich Essen, Getränke und Fahrten bei den 89 Ständen müssen bezahlt werden“, so die Kulturamtsleiterin. Auch die faire Bezahlung der Bands sei ein wichtiges Signal: „Ein Honorar ist für uns eine Frage der Wertschätzung – guter Ton für guten Ton.“
Organisatorin Sophie Barth gab einen Überblick über das Programm: „Insgesamt erwarten die Besucherinnen und Besucher wieder fünf Bühnen mit einer abwechslungsreichen Mischung aus etablierten und neuen Bands.“ Besonders am Nachmittag kommen so auch Singer-Songwriter zum Zug. Die große Nachfrage von Künstlerinnen und Künstlern zeigt die Attraktivität des Festes: „Wir hatten rund 140 Bewerbungen für 47 Auftrittsslots“, so Barth.
Ein Highlight ist der Line Dance am Freitagabend auf dem Residenzplatz, der im vergangenen Jahr großen Anklang fand und deshalb erneut ins Programm aufgenommen wurde. Darüber hinaus gibt es besondere Programmpunkte wie eine Führung durch das ehemalige Pfalzgrafenschloss oder ein Schafkopfturnier. Auch der kürzlich eingeführte Kindernachmittag am Sonntag findet wieder statt. Auf dem Residenzplatz wartet in diesem Jahr ein buntes Angebot mit Hüpfburg, Spielgeräten, erstmals auch einem Eselgehege und abwechslungsreichem Bühnenprogramm.
Der neue, kompaktere Flyer im handlichen Format soll den Besucherinnen und Besuchern künftig eine bessere Orientierung vor Ort ermöglichen. Der Flyer liegt in den Rathäusern und der Tourist-Info aus und kann zudem hier heruntergeladen werden.
Wie jedes Jahr wurde zudem auch das Sicherheitskonzept umfassend überprüft, nochmals verfeinert und auf den neuesten Stand gebracht: Flucht- und Zufahrtswege müssen frei bleiben, die Zugänge werden durch Zufahrtssperren gesichert und der Sicherheitsdienst führt Kontrollen durch. Die Stadt bittet Besucherinnen und Besucher, auf große Taschen und Rucksäcke zu verzichten. Für den Aufbau wird die Marktstraße bereits am Donnerstag, 11. Juni 2026, ab 12 Uhr gesperrt, zudem müssen die Parkbuchten in der Unteren und Oberen Marktstraße freigehalten werden.