Neumarkt ist in Feierlaune: „Vorfreude auf ein Fest für die ganze Familie“
Frühlingsfest-Organisator Thomas Thumann und sein Team aus der Neumarkter Stadtverwaltung haben wieder ganze Arbeit geleistet. Das Programm ist noch einmal attraktiver geworden. Jetzt fehle eigentlich nur noch das dauerhaft schöne Wetter, sagt er im Interview.
Herr Thumann, worauf freuen Sie sich beim anstehenden Frühlingsfest am meisten?
Thumann: Das Frühlingsfest ist das erste große Volksfest im Jahr und markiert für uns traditionell den Auftakt in die Feste-Saison. Es ist immer schön, wenn es in der Stadt wieder losgeht. Meistens spielt auch das Wetter mit; die Vorhersagen sind dieses Mal allerdings noch nicht perfekt, aber ich bin zuversichtlich. Vor allem freue ich mich aber auf die vielen Menschen und die persönlichen Begegnungen, die ein solches Fest erst ausmachen.
Was sind in diesem Jahr Ihre Highlights auf dem Festplatz?
Thumann: Wir haben im Schaustellerbereich einiges Neues zu bieten. Mit dem „Hero Fighter“ haben wir ein Großfahrgeschäft dabei, das für ein Frühlingsfest eher ungewöhnlich ist. Ich habe mir vorab Videos angesehen – da wird ordentlich geschrien, es geht hoch hinaus. Das wird sicher ein Riesenspaß für alle Mutigen. Zudem wird man die Euro-Rutsche schon von Weitem sehen. Aber natürlich dürfen auch die Klassiker wie Autoscooter, Happy-Traveller und Kinderkarussell nicht fehlen.
Es gibt auch eine Neuerung bei der Bewirtung. Was hat es damit auf sich?
Thumann: Wir probieren dieses Jahr etwas Neues aus: Statt eines klassischen Festbiers schenken wir ein Helles aus – bis 18 Uhr auch im Halbe-Krug. Das ist ein Test in Absprache mit der Festbrauerei und dem Festwirt. Wir wollen sehen, ob die Besucher das leichtere Bier besser annehmen und man vielleicht eine Halbe oder Maß mehr trinken kann, weil es bekömmlicher ist. Danach entscheiden wir, ob wir dabeibleiben oder zum Festbier zurückkehren.
Das Programm wirkt sehr familienorientiert. War das ein bewusster Schwerpunkt?
Thumann: Absolut. Der Familiennachmittag am Freitag mit halben Preisen bei den Fahrgeschäften ist uns sehr wichtig. Auch die Frühlingsmesse bietet mit ihrem Sportbereich viel für Kinder. Ein besonderes Highlight wird sicher wieder das Eselrennen am Sonntag. Es ist immer wieder amüsant zu sehen, wenn ein Esel plötzlich seinen eigenen Kopf hat und mitten im Rennen stehen bleibt, obwohl er gerade noch in Führung lag.
Hinter so einem Fest steckt enorme Arbeit. Wann beginnt die Planung für Sie und Ihr Team?
Thumann: Eigentlich direkt nach dem Ende des letzten Festes. Die konkreten Planungen starten im Herbst mit den ersten Absprachen für Logistik, Bauzaun, Zelte und die Tierschau. Im Februar geht es dann in die Hochphase, wenn alle Verträge mit Schaustellern und Gastronomen finalisiert werden. Da hängen viele Stellen der Stadt drin – vom Bauhof bis zum Ordnungsamt. Besonders meine Mitarbeiterin Mira Hollweck ist hier voll im Einsatz, damit jedes Detail zeitgerecht geklärt ist.
Wenn Sie zurückblicken: Was war Ihr bisher schönstes Erlebnis auf einem Frühlingsfest?
Thumann: Das war definitiv das erste Eselrennen, bei dem ich selbst mitgelaufen bin. Ich bin zwar nicht der größte Sportler und kam dabei ordentlich außer Puste, aber es war ein großartiges Erlebnis.
Aktuell gibt es Diskussionen über die Erreichbarkeit des Festplatzes für Radfahrer aus Woffenbach oder Stauf. Wie ist hier die Lösung?
Thumann: Wer zum Fest will, wird das problemlos von allen Seiten schaffen. Für Radfahrer, die den Festplatz nur als Durchgang in die Stadt nutzen, gibt es aufgrund des Festbetriebs jedoch Einschränkungen. Wir können sie aus Sicherheitsgründen nicht durch das Getümmel fahren lassen. Deshalb haben wir einen „Bypass“ entlang des Damms eingerichtet, der gut ausgeleuchtet ist. Wichtig ist jedoch: Dort muss das Fahrrad geschoben werden, um Unfälle an den Kabelbrücken und beim Außen-WC zu vermeiden. So kommt jeder sicher ans Ziel.
Ein Volksfest lebt auch von der Stimmung im Zelt. Können wir uns dieses Jahr wieder auf neue Töne freuen?
Thumann: Ja, auf jeden Fall! Der Festwirt hat sich Gedanken gemacht und ein paar neue Musikgruppen verpflichtet, um frischen Wind reinzubringen. Am Donnerstag spielen „Aufzünden“ und am Samstag kommen die „Bärentreiber“ zu uns – eine Gruppe, die sogar direkt hier aus dem Landkreis Neumarkt stammt. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Stimmung in der großen Jurahalle sein wird, wenn die beiden loslegen!